Unter Strom

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Original -
Jahr/Land 2009 / Deutschland
Genre Komödie
Film-Verleih Salzgeber/24 Bilder
Kinostart 10. Dezember 2009
Regie Paul Zoltan
Drehbuch Zoltan Paul
Kamera Christopher Rowe
Schnitt Sebastian Thümler, Ben Von Grafenstein
Musik Thomas Mehlhorn
Länge 80 Minuten
Darsteller
Harald Krassnitzer Daniel Trieb
Catrin Striebeck Anna Trieb
Anna Fischer Gloria
Hanno Koffler Frankie Huber
Robert Stadlober Cheesie
Ralph Herforth Jochen Kaminski

Kritiken

kino.de: In seinem hochkarätig besetzten Ensemble-Stück würzt Zoltan Paul klassisches Boulevard-Theater mit makabren Gags, markigen Sprüchen und brutalen Tarantino-Szenarien. (...) Deftige Dialoge, geschmacklose Witze und neun Hauptfiguren, die mehr oder weniger nachvollziehbar miteinander etwas zu tun haben - dies sind nur ein paar jener Ingredienzien, die der gebürtige Ungar Zoltan Paul in seine an klassisches Boulevardtheater angelehnte Krimikomödie gepackt hat. (...) Diese drastischen, zum Teil durchaus auch Ekel erregenden Szenen können aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es dem Plot an Struktur fehlt, dass das Personen-Gefüge arg konstruiert wirkt und manche Beziehungsstränge die Fantasie des Betrachters auf eine harte Probe stellen. Dennoch werden etwa Cineasten an Stadlobers stets Filme zitierender Figur ihren Spaß haben, wie überhaupt am gesamten Darsteller-Ensemble, aus dem insbesondere die Frauen herausragen: Theater-Aktrice Sunnyi Melles als liebeskranke, treudoofe Gesetzeshüterin, Nachwuchs-Star Anna Fischer ("Fleisch ist mein Gemüse") mit kecker Mireille-Mathieu-Frisur und auch Catrin Striebeck, die als Krassnitzers zänkische Ex-Frau die pfiffigsten Oneliner zu bieten hat. Wenn man dann auch noch einem weiteren Spruch in "Unter Strom", der besagt, dass "alle großen Rätsel des Lebens in Filmen gelöst werden", Glauben schenken mag, dann könnte man diesem kohlrabenschwarzen Gangster-Klamauk sogar so etwas wie philosophischen Tiefgang unterstellen.


moviepilot.de: Eine aeußerst unterhaltsame, wenn auch kurzweilige Komoedie, die Paul auf die Leinwand gebracht hat. Die Story, die wohl auch von einem Tarantino haette sein koennen und deswegen auch stark an seine Filme erinnert, ueberzeugt mit durchgeknallten Dialogen, komischen Szenen und teils wahnwitzigen Charakteren. (...) Fazit: Kurzweilige aber witzige und abgedrehte Komoedie ueber eine Geiselnahme der etwas anderen Art, die in Bestform inszeniert und mit einem nahezu perfektem Cast aufwartet.

Produktion

Clementina Hegewisch

  



 

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