Schlag 12 in London
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Evangelischer Filmbeobachter: Gepflegter englischer Reißer.
Bemerkungen
Robert Louis Stevensons Roman "The Strange Case Of Dr. Jekyll And Mr. Hyde" (erschienen 1886) diente schon häufig als Vorlage für Filme, die sich mit Persönlichkeitsspaltung beschäftigen. 1960 sorgte Regisseur Terence Fisher ("Dracula", "Der Hund von Baskerville", "Sherlock Holmes und das Halsband des Todes") in dieser Produktion der berühmten Hammer-Studios für angenehmen Schauder und gruselige Spannung. Einmal mehr arbeitete er dabei mit Dracula-Darsteller Christopher Lee zusammen, der den Glücksspieler Paul Allen verkörpert. Robert Louis Stevenson, hierzulande vor allem als Autor der "Schatzinsel" bekannt, schrieb neben Abenteuergeschichten auch unheimliche Erzählungen in der Nachfolge Edgar Allan Poes. Seine bekannteste dürfte die bereits mehrmals verfilmte Geschichte der Persönlichkeitsspaltung von Dr. Jekyll sein, die sich allein innerhalb eines halben Jahres nach Veröffentlichung über 40.000 mal verkaufte - ein früher Bestseller also. Die erste filmische Adaption wurde bereits 1908 auf Zelluloid gebannt, unzählige folgten. Im Gegensatz zur üblichen Darstellungsweise des bösen Mr. Hyde als haariges Monster hat Hyde in Fishers "gepflegtem englischen Reißer" ("Evangelischer Filmbeobachter") die Gestalt eines glattrasierten, attraktiven Schurken, der seinen "bösen" Charakter mit einer gewissen Souveränität auslebt. Dawn Addams stand im gleichen Jahr in Berlin für Fritz Langs Thriller "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse", produziert von Artur Brauner, vor der Kamera.
Produktion
Hammer Studios