Rio Bravo
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: "Rio Bravo" ist ein heiterer Western und dennoch keine Komödie. Regie-Virtuose Howard Hawks verband souverän Humor und Action, ohne auf Klamauk zurückzugreifen oder den Respekt vor seinem heißgeliebten Genre zu verlieren.
Lexikon des internationalen Films: Herausragender Western von Howard Hawks, der die einfache, aber spannende Story mit professioneller Gelassenheit und ironischen Zwischentönen inszeniert. Die Figurenzeichnung ist brillant.
Bemerkungen
Der Film entstand als trotzige Reaktion auf Fred Zinnemanns Erfolgswestern "Zwölf Uhr mittags" (1953), den John Wayne und Howard Hawks für zutiefst pessimistisch und unamerikanisch hielten. Das Thema wurde von Howard Hawks später in den Filmen "El Dorado" (1966) und "Rio Lobo" (1970) variiert. Howard Hawks ist einer der erfolgreichsten Regisseure der Filmgeschichte. Er inszenierte Klassiker von "Leoparden küßt man nicht" (1938) mit Cary Grant und Katherine Hepburn über "Das Ding aus einer anderen Welt" von 1951 bis hin zu "Blondinen bevorzugt" (1953) mit Marilyn Monroe. Mit Oscar-Preisträger John Wayne ("Der Marshal" 1969, Bester Hauptdarsteller) drehte er zudem 1962 "Hatari" und später die beiden mit "Rio Bravo" thematisch verwandten Western "El Dorado" und "Rio Lobo". Dean Martin, der für den Western "Die vier Söhne der Katie Elder" 1965 erneut mit Wayne vor der Kamera stand, machte sich in erster Linie als Sänger und Entertainer einen Namen. Zusammen mit seinen Show-Kollegen Frank Sinatra und Sammy Davis Jr. drehte er 1963 die Gauner-Komödie "Sieben gegen Chicago". Angie Dickinson war in Don Siegels epochaler Hemingway-Verfilmung "The Killers" (1964) an der Seite von Lee Marvin und Ronald Reagan zu sehen. In den 70ern setzte sie ihre Karriere als "Pepper" Anderson in der TV-Serie "Police Woman" (1974 - 1978) fort.
Produktion
Howard Hawks für Warner Bros.