Genug
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Rhein-Zeitung 2002-09-20: Auch das abstoßend brutale Finale, das durchaus als Plädoyer für notfalls auch todbringende Selbstjustiz gewertet werden kann, macht "Genug" nicht interessanter, sondern gibt einem ohnehin überflüssigen Machwerk den Rest. Es ist unbegreiflich, wie Apted, der einst "Gorillas im Nebel" gedreht hat, sich in solchen Niederungen verirren konnte. Und für Jennifer Lopez reiht sich diese Pleite leider in in die falsche Rollenwahl ihrer letzten Filme "The Cell" und "The Wedding Planer". Wenn die Latino-Ikone nicht ihre Sinnlichkeit und träge Laszivität ausspielen kann, sondern nun in "Genug" gar noch die gequälte brave Ehefrau und Mutter mimen soll, ist sie gleichzeitig unter- wie überfordert.
film-dienst 2002-19: Eine junge Frau will ihren ungeliebten tyrannischen Mann aus der Welt schaffen und inszeniert eine "Notwehrsituation", um rechtlich nicht belangt werden zu können. Emanzipationsdrama, dessen Songs den Entwicklungsprozess der Protagonistin spiegeln; zu konstruiert und durchkalkuliert, um zu überzeugen.
Der Spiegel 2002-38: Genug ist genug, sagt dieser Film und hobelt an seiner wüst zusammengezimmerten Beziehungskiste so lange herum, bis nur noch Späne übrig sind. Der Gatte erweist sich als gewalttätiger Psychopath, die Justiz versagt, und die Lopez lernt Kampfsport: Reden ist Silber, Schlagen ist Gold. Ohne einen Hauch von Ironie beschreibt der von Michael Apted inszenierte Film eine blutige Eskalation des Geschlechterkriegs und rät allen gepeinigten Hausfrauen dieser Welt, den Todfeind in ihrem Bett schleunigst ins Jenseits zu befördern: Breitensport Gattenmord!
Produktion
Rob Cowan, Irwin Winkler