35 Rum
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
kino.de: Ohne große Handlung und mit großer Ruhe und Poesie entwirft Claire Denis in dieser einfühlsamen Studie über die persönlichen Probleme des Erwachsen- und Älterwerdens auch den Mikrokosmos von "kleinen Leuten" in der kreolischen Gemeinschaft. Dabei zeigt sie nicht plakativ auf Missstände, sondern schildert sie mit großer Selbstverständlichkeit ganz nebenbei.
Susan Vahabzadeh / Süddeutsche Zeitung: Über den Zustand des Weltkinos hat dieser Wettbewerb allemal etwas zu berichten – dass es im Kino nicht um große Gesten geht, sondern um die kleinen, dem Leben abgerungenen Wahrheiten. Claire Denis, deren 35 RUHMS außer Konkurrenz lief, verzichtet sowieso darauf, sich mit ihrem Kino in Positur zu werfen. Eine urbane Kleinfamilie, vier Menschen in einem Haus, die zusammenhalten: Vater und Tochter, die Frau nebenan, die den Vater seit Jahren liebt, der junge Nachbar, der sonst niemanden hat und gern so tut, als mache ihm das nichts aus. Alle sind Immigranten, es geht ihnen ganz gut mit ihren Jobs, aber sie haben ganz kleine Lebensentwürfe, ohne jede Aussicht auf mehr als das Zusammensein. Eine leise, melancholische Geschichte von der Mühsal, das wenige, was einen glücklich macht, festzuhalten.
taz: ...wie berückend auch Claire Denis' „35 Rhums“, ein außer Konkurrenz präsentierter Film, der beobachtet, wie sich das Verhältnis eines Vaters zu seiner Tochter verändert, sobald diese erwachsen wird. Welch eine Fülle an Nuancen, wie viel Sensibilität und Gespür für Zwischentöne und Uneindeutiges..
Produktion
Bruno Pésery