Zombieland

    Aus Film-Lexikon.de

    Wie überlebt man in einer Welt, die von Zombies überrannt wird? Zwei Männer, die gegensätzlicher nicht sein könnten, scheinen die passende Antwort auf diese schwierige Frage gefunden zu haben. Columbus (JESSE EISENBERG) ist zwar ein totales Weichei, aber konnte dennoch bislang alle Angriffe erfolgreich abwehren, weil er sich immer strikt an seine „47 Überlebensregeln für Zombieland“ gehalten hat. Als einer der letzten Nicht-Zombies in seiner von Untoten besetzen Heimatstadt trifft der überängstliche Columbus auf Tallahassee (WOODY HARRELSON).

    Der wiederum ist ein richtig harter Hund und hat scheinbar vor so gut wie gar nichts Angst. Gemeinsam wollen die beiden ab nun mit allen Zombies kurzen Prozess machen. Doch dabei muss das ungleiche Duo zuerst dem größten Schrecken in die Augen blicken: sich selbst! Auf der Flucht begegnen die beiden Männer zwei weiteren Nicht-Zombies: Wichita (EMMA STONE) und Little Rock (ABIGAIL BRESLIN), die ebenfalls ihren ganz eigenen Weg gefunden haben, sich inmitten des gras-sierenden Chaos zu behaupten. Schon bald müssen sich die Vier jedoch überlegen, was schlimmer ist: Es miteinander auszuhalten oder sich den Zombies zu ergeben?



    Filmstab

    Regie Ruben Fleischer
    Drehbuch Rhett Reese
    Vorlage Paul Wernick
    Kamera Michael Bonvillain
    Schnitt Alan Baumgarten
    Musik David Sardy
    Produktion Gavin Polone

    Darsteller

    Columbus Jesse Eisenberg
    Tallahassee Woody Harrelson
    Wichita Emma Stone
    Little Rock Abigail Breslin
    Bill Murray

    Kritiken

    Jane Fritsche, moviesection.de: Pünktlich zur Weihnachtszeit kommt eine Horror-Komödie der besonders derben Sorte in unsere Kinos. „Zombieland“ ist für alle Adventsgestressten der perfekte Spaß für Zwischendurch und ein vorgezogenes Fest für alle Splatterfans. (...) Regisseur Ruben Fleischer hat sich bisher durch wenig hervorgetan, was seinen Namen bekannt gemacht hätte, aber das wird sich nach „Zombieland“ ganz schnell ändern! Denn sein Film sprüht vor Witz, deftigen Dialogen und vor allem heftigen Blutfontänen. Maske und Effekte laden zum Gruseln ein und der ein oder andere gut platzierte Schocker sorgt für die schaurig-schöne Kurzweil im Kinosessel. Allroundtalent Woody Harrelson überzeugt auf der ganzen Linie als lässiger Roadcowboy, der seine diebische Freude am Zombiekloppen hat und auf der Suche nach einem speziellen Kleinkuchen zum Berserker werden kann. Jesse Eisenberg („Verflucht“, „Adventureland“) als Columbus mimt sein Partner wider Willen und ist genau das Gegenteil von „cool“. Das Duo passt wunderbar zusammen und wird durch die taffe Emma Stone und die süße Abigail Breslin komplettiert. Der Gastauftritt von Amber Heard zeigt, dass die hübsche Blondine eindeutige Splatterqueen-Qualitäten besitzt. Horrorfilme haben von jeher die Freiheit, den aktuellen Zeitgeist satirisch unter die Lupe zu nehmen und so bekommen Klischees über gewaltverherrlichende Videospiele ihr Fett weg, wie auch eine Gesellschaft, die sich vor allem durch Ignoranz und Oberflächlichkeit auszeichnet - eben typisch Amerika. Ernst nehmen darf man „Zombieland“ in keinem Fall, zumal der Film wirklich keine Sekunde einen Zweifel daran offen lässt, dass er nur auf die Schippe nehmen will. „Zombieland“: Ein Horror-Komödie, die einfach nur einen Heidenspaß macht!

    Julian Unkel, filmstarts.de: In den Staaten hat sich „Zombieland“ bereits zum erfolgreichsten Zombiefilm aller Zeiten gemausert und die Chancen stehen nicht schlecht, dass sich dieser Erfolg auf den internationalen Märkten wiederholt. Der bereits von mehreren Beteiligten geäußerte Wunsch, eine Fortsetzung drehen zu dürfen, sollte sich somit sicher erfüllen. Sollte dieser eine ähnliche Qualität wie das Original erreichen, darf man sich schon jetzt darauf freuen. Mit „Zombieland“ liefert Ruben Fleischer eine herrlich abgedrehte Zombiekomödie, die wohl schnell das Etikett „Kult“ verpasst bekommen wird und mit einem solchen Tempo daherkommt, dass man tunlichst Columbus‘ Regel #4 beachten sollte: Anschnallen nicht vergessen!