Zeiten des Aufruhrs

    Aus Film-Lexikon.de

    April (Kate Winslet) und Frank Wheeler (Leonardo DiCaprio) sind ein junges Ehepaar mit großen Plänen und Wünschen. Sie sehen sich als Individualisten, die die prüden Gesellschaftskonventionen der 50er Jahre in Frage stellen. Als April schwanger wird, beschließt das Ehepaar in die ländliche Umgebung von Connecticut zu ziehen, um ihre beiden Kinder groß zu ziehen. Doch schon bald erkennen die beiden, dass sie genau das Leben führen, das sie eigentlich zutiefst verachten. Frank arbeitet in einem zwar gut bezahlten, aber langweiligen Bürojob und April fristet ein Dasein als Hausfrau mit der Hoffnung auf eine Schauspielkarriere.

    Mit einem Umzug nach Europa hoffen die Wheelers diesem Konstrukt aus Alltag und Selbstenttäuschung zu entkommen. Die Umzugspläne der beiden werden jedoch durch eine mögliche Beförderung Franks und eine erneute Schwangerschaft Aprils in Frage gestellt.



    Filmstab

    Regie Sam Mendes
    Drehbuch Justin Haythe
    Vorlage nach dem Buch von Richard Yates
    Kamera Roger Deakins
    Schnitt Tariq Anwar
    Musik Thomas Newman
    Produktion Bobby Cohen, Sam Mendes, Scott Rudin

    Darsteller

    Milly Campbell Kathryn Hahn
    Frank Wheeler Leonardo DiCaprio
    April Wheeler Kate Winslet
    Helen Givings Kathy Bates
    Shep Campbell David Harbour
    John Givings Michael Shannon
    Howard Givings Richard Easton
    Maureen Grube Zoe Kazan

    Kritiken

    kino.de: Mit gutem Gespür für Design und filmischen Rhythmus bringt Mendes eine Schlacht der großen Gefühle auf die Leinwand, in der ein Wort mehr Verwüstungen anrichten kann als jede Explosion. Selten gewordenes großes Beziehungskino, oscarreif gespielt von Leo und Kate.

    taz.de: Der Film bebildert mit einer schönen, leisen Traurigkeit, wie das bürgerliche Leben die Paradiese der Boheme entzaubert.

    faz.net: Zeiten des Aufruhrs ist ein Film, der im Grunde alles richtig macht, der die Bilder findet und die Situationen, die von den Zerstörungen und verbalen Verletzungen erzählen, die nicht mehr zu heilen sind, und er hat zwei Schauspieler, die diesen Weg bis zum traurigen Ende mitgehen ... Aber es ist auch ein Film ... dem in all seiner formalen und visuellen Schlüssigkeit jene Empathie abgeht, die ein gescheitertes Leben in Suburbia in ein Melodram verwandelt, wie das Todd Haynes in „Far From Heaven“ (der etwa in der gleichen Zeit und Welt spielt) gerade durch seine Stilisierungen gelungen ist.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2008 Bester Nebendarsteller Michael Shannon
    nom 2008 Bestes Szenenbild Kristi Zea (Art Direction), Debra Schutt (Set Decoration)
    nom 2008 Bestes Kostümdesign Albert Wolsky


    Wertungen

    4.5 Sterne
    4 Bewertungen
    Original Revolutionary Road
    Jahr/Land 2008 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Paramount Pictures Germany GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 119 Minuten
    Kinostart 15. Januar 2009