Yves Montand

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    französischer Schauspieler und Sänger; * 13. Oktober 1921 in Monsummano Terme, Toskana; † 09. November 1991 

    eigentlich: Ivo Livi;

    Ab Juni 1944 trat Yves Montand in Kabaretts in Paris auf. Edith Piaf ermunterte ihn, seinen eigenen Stil zu entwickeln, und vermittelte ihm Auftritte in besseren Lokalen. Bald wurde er zum beliebtesten Chansonnier Frankreichs.

    Die zweite große Karriere machte er beim Film. "Chanson der Liebe", mit Edith Piaf, und "Pforten der Nacht" (beide 1946) wurden große Erfolge. Für "Lohn der Angst" (1952) erhielt er 1957 auf dem Filmfestival von Karlovy Vary den Preis als bester Schauspieler. Es folgten dann weitere 70 Filme, von denen einige inzwischen zu Filmklassikern wurden: "Machen wir's in Liebe" (1960, mit Marilyn Monroe), "Mord im Fahrpreis inbegriffen" (1965), "Brennt Paris?" (1966), "Z" (1968), "Vier im roten Kreis" (1970) u.a.

    Zugunsten seiner Filmarbeit hatte Yves Montand seine musikalische Karriere zurückgestellt, doch 1980 begann er, wieder neue Platten aufzunehmen und auch auf der Bühne zu erscheinen. Einiges Aufsehen erregte er auch mit seinem politischen Engagement. Immer wieder ist er gegen politische Missstände und Unterdrückung in vielen Ländern auf verschiedenste Weise eingetreten. 1975 wurde er sogar aus Spanien ausgewiesen, nachdem er sich gegen die Verurteilung spanischer Bürgerrechtler ausgesprochen hatte, und 1976 gehörte er dazu, als viele gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns aus der DDR protestierten. 1951 heiratete er die Schauspielerin Simone Signoret und 1955 veröffentlichte er seine Erinnerungen unter dem Titel "Du Soleil plein la tete".


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