Wo ist Fred?

    Aus Film-Lexikon.de

    Um seinen nervtötenden Stiefsohn-in-spe Linus zu imponieren und dessen zickige Mutter Mara von seinen Stiefvater-Qualitäten zu überzeugen, muss der grundehrliche Polier Fred Linus’ größten Wunsch erfüllen. Nichts wünscht sich der kleine Intrigant mehr als einen Autogramm-Basketball von Alba Berlin.

    Der wird jedoch leider nach jedem Spiel nur in die Behinderten-Tribüne geworfen. Beim nächsten Basketball-Match wird Fred von seinem Kumpel Alex im Rollstuhl auf die Behindertentribüne gefahren. Und Fred kann den Ball sogar ergattern. Doch die Freude währt nur kurz. Denn ausgerechnet das Vereinsmanagement hat einen Imagefilm in Auftrag gegeben, um das soziale Engagement auszuschlachten.

    Die Dreharbeiten übernimmt die Jungregisseurin Denise, die den vermeintlich stummen und hilflosen Fred gleich in ihr großes Herz schließt. Fred ist gefangen in seiner eigenen Rolle. Er steht bald vor einem schwerwiegenden Dilemma: Soll er sich als Betrüger outen – aber dann würde er die zarte, ehrliche Liebe, die ihm Denise entgegenbringt, mit einem Schlag beenden ...



    Filmstab

    Regie Anno Saul
    Drehbuch Cinco Paul, Ken Daurio, Bora Dagtekin, Ilja Haller
    Kamera Peter Nix
    Schnitt Tobias Haas
    Musik Marcel Barsotti
    Produktion Hofmann & Voges Entertainment

    Darsteller

    Denise Alexandra Maria Lara
    Mara Anja Kling
    Fred Til Schweiger
    Alex Jürgen Vogel
    Ronnie Christoph Maria Herbst
    Benno Held Pasquale Aleardi
    Vicky Tanja Wenzel
    Linus Ramon Julia König
    Niklas Erwin Aljukic

    Kritiken

    film-dienst 23/2006: Öde Verwechslungs- und Rollentauschklamotte nach einem hanebüchenen Drehbuch, die sich weniger auf dem Rücken Behinderter austobt als vielmehr irritierende Rollenklischees entwirft und Frauen entweder als berechnend, als Sexobjekte oder als leichtgläubig-dümme "Schäfchen" darstellt.

    Susann Huster (Rhein-Zeitung 16. November 2006): Til Schweiger und Alexandra Maria Lara brillieren in der neuen Komödie von Anno Saul: Kitschig und wunderschön. (..) Grenzwertig sind manchmal die Witze und Sprüche über den falschen Behinderten, der sich obendrein noch "Fred Krüppelmann" nennt.