Whatever works

    Aus Film-Lexikon.de

    Einst fast für den Nobelpreis in Physik vorgeschlagen, steckt der mustergültige Misanthrop Boris Yelnikoff (Larry David) nun in einer verzwickten Lebensphase. Von seiner Frau hat er sich scheiden lassen, nachdem ihm aufging, dass sie viel zu perfekt zueinander passten, danach hat er dummerweise einen Suizidversuch überstanden, und seit er seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann, verbringt der unwirsche New Yorker die Tage damit, seine Freunde am Kaffeetisch zu belehren und die Kinder, denen er das Schachspiel beibringen soll, seine Verachtung für ihre Unwissenheit und „Dummheit“ spüren zu lassen. Bis eines Tages die junge Streunerin Melodie (Evan Rachel Wood) vor Boris' Tür steht und ihn um etwas zu essen bittet. Die von zuhause geflüchtete, äußerst einfach gestrickte 19-jährige Südstaatlerin nistet sich bei dem Herrn von Anfang 60 ein. Schon bald finden die beiden auf seltsame Weise zueinander, heiraten und das höchst gegensätzliche Paar lebt in amüsanter Symbiose. Doch dann tauchen Marietta (Patricia Clarkson) und John (Ed Begley Jr.), Melodies bornierte, christlich-dogmatische Eltern, auf und müssen nicht nur Boris als Ehemann der Tochter verdauen, sondern ebenso den „Kulturschock New York“.



    Filmstab

    Regie Woody Allen
    Kamera Harris Savides
    Schnitt Alisa Lepselter
    Produktion Letty Aronson

    Darsteller

    Boris Yellnikoff David Larry
    Boris' Friend Adam Brooks
    Boris' Friend Michael McKean
    Melodie St. Ann Celestine Evan Rachel Wood
    Perry John Gallagher Jr.
    Marietta Patricia Clarkson

    Kritiken

    filmstarts.de: Woody is back in the Big Apple! Nach einem fünf Jahre und vier Filme währenden europäischen Exil hat Woody Allen wieder in New York gedreht, in der Stadt seines Herzens und im Zentrum seines Schaffens. Mit der Komödie „Whatever Works“ trifft der Stadtneurotiker wieder einmal ins Schwarze: Brillante Dialoge, treffsichere Oneliner, eine Hauptfigur, gegen die Jack Nicholsons Melvin Udall aus Besser geht’s nicht wie ein Pfadfinder daherkommt und ein formidabel aufspielender Cast sorgen für ein Kinovergnügen erster Güte.

    filmsprung.ch: «Whatever Works» ist eine formal bescheidene, inhaltlich aber mit unübertrefflichem Humor vollgestopfte Komödie.

    Suchsland für FAZ, filmdienst.de: Das Drehbuch schrieb Allen bereits zur Zeit von "Der Stadtneurotiker", aber diese Nachricht hätte er besser unter Verschluss gehalten, dann hätte alles vielleicht unter "Alterswerk" durchgehen können. So aber stößt der misanthropische, kalte Grundzug des Films bitter auf. Was bleibt, ist ein alter Mann, der jedem jungen hübschen Mädchen, das ihm über den Weg läuft, Vorträge über die Vergänglichkeit der Jugend hält – und darüber, warum Beethoven nichts taugt. Das ist ein bisschen zu wenig.


    Wertungen

    4 Sterne
    1 Bewertungen
    Jahr/Land 2009 / USA, Frankreich
    Genre Komödie
    Film-Verleih Wild Bunch/Central Film GmbH
    Laufzeit 92 Minuten
    Kinostart 03. Dezember 2009