Wes Bentley

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanischer Schauspieler; * 04. September 1978 in Jonesboro, Arkansas

    Der zweitjüngste Sohn von Cherie und David Bentley wuchs in Mountain Home, Arkansas, auf. Während der High-School-Zeit war er Co-Kapitän des Fussballteams, spielte in der Theatergruppe und die Posaune in der Schulband. Seine ersten schauspielerischen Gehversuche machte er auf Kleinkunstbühnen in Little Rock, bevor er auf Bitten seiner Mutter hin auf die renommierte Juliard-Schauspielschule nach New York wechselte. Dort studierte er allerdings nur fünf Monate, um seinen Lebensunterhalt zwischenzeitlich als Kellner in einem Restaurant auf Long Island zu verdienen, wo er vom Regisseur Simon Aeby per Zufall für seinen ersten Spielfilm "Three below Zero" entdeckt wurde.

    Der mit seinen schwarzen Haaren und blauen Augen sich vom Mainstream amerikanischer Darsteller abhebende Bentley bildet eine Abwechslung zu den ähnlich blonden Typen seiner Generation. Nach seinem Filmdebüt mit einer kleineren Rolle in der Toni Morrison-Verfilmung „Das Menschenkind“ fiel er dem breiten Publikum das erste Mal in seiner wandlungsfähigen Rolle in Sam Mendes „American Beauty“ auf, wo er den vermeintlichen Musterschüler, der nebenbei mit Drogen dealt und per Videokamera seinen voyeuristischen Neigungen gegenüber den Nachbarn huldigt, passend zur Rollenaufgabe des Regisseurs inszenierte.

    Ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere bildete die Rolle des „Jack Durrance“, eines konformistischen Heldenidols in Shekhar Kapurs „Die vier Federn“, in dem er einen jungen Offizier während des Mahdi-Aufstandes 1885 spielt. Dank seines nuancierten Spiels und der maskenbildnerischen Leistung erkennt man ihn mit dem zeitgenössischen Bärtchen kaum wieder – er wirkte eher wie ein Hollywood-Schauspieler der 1930er-Jahren.

    Durch sein Auftreten in „Das Reich und die Herrlichkeit“ („The Claim“), in dem er einen zielstrebigen jungen Eisenbahningenieur während des Goldrausches in Kalifornien 1849 darstellt, könnte man auf die Idee kommen, dass Bentley in erster Linie auf Historienfilme festgelegt sei - da er aber stets gute Wandlungsfähigkeiten an den Tag legte, wird dies vermutlich nicht der Fall sein. Nach schwächeren Leistungen, wie in dem belanglosen „Soul Survivors“, gilt er als einer der hoffnungsvollsten Jungschauspieler seiner Generation, zumal man ihn schon aufgrund seiner Leistung in „American Beauty“ als Kandidaten für einen Oscar handelte. Zumindest errang er mit dieser Rolle – neben diversen Nominierungen – den Chicago Film Critics Association Award, den NBR Award, den Online Film Critics Society Award und den Screen Actors Guild Award. In dem Film Ghost Rider spielte mit dem Dämon Blackheart erstmals einen Bösewicht. Quelle: wikipedia


    Filmografie - Darsteller