Werner Herzog

    Aus Film-Lexikon.de

    deutscher Filmemacher; * 05. September 1942 in München

    eigentlich: Werner Stipetic

    Schon mit 17 drehte Herzog seinen ersten Dokumentarfilm über die Strafvollzugsreform. Nach verschiedenen Reisen begann er in München Literatur, Geschichte und Theaterwissenschaft zu studieren, schloss aber das Studium nicht ab. Während dieser Jahre führte er seine völlig autodidaktische Filmarbeit mit großem Eifer und eiserner Konsequenz weiter.

    Für "Lebenszeichen" erhielt er den Silbernen Bären 1968, mit "Fata Morgana" machte er sich dem amerikanischen Publikum bekannt. 1970 drehte er den umstrittenen Streifen "Auch Zwerge haben klein angefangen", in dem nur Liliputaner auftreten. Mit "Aguirre, der Zorn Gottes" (1972) wurde er einem breiten Publikum bekannt, und "Jeder für sich und Gott gegen alle" brachte Herzog den Deutschen Filmpreis 1975. 1976 entstand "Herz aus Glas"; 1978 drehte Herzog ein Remake von "Nosferatu" (nach F.W. Murnau) und die Literaturverfilmung "Woyzeck" nach G. Büchner. "Fitzcarraldo", der 1982 unter großen Anstrengungen in den Urwäldern von Brasilien und Peru entstand, erhielt glänzende Kritiken und in Cannes den Preis für die beste Regie. 2001 wurde der Regisseur mit dem zur Erinnerung an Friedrich Wilhelm Murnau gestifteten Bielefelder Murnau-Preis geehrt.

    Neben Volker Schlöndorff, Alexander Kluge, Wim Wenders, Werner Schroeter und Rainer Werner Fassbinder ist er ein bedeutender Vertreter des "Neuen deutschen Films bzw. des Autorenfilms.


    Filmografie - Darsteller


    Filmografie - Regisseur