Wer wenn nicht wir

    Aus Film-Lexikon.de

    13291 poster.jpg

    Deutschland in den frühen 60ern. Noch ist das Land ruhig. Doch Aufbruch liegt in der Luft. Auch Bernward Vesper, Sohn des NS-Schriftstellers Will Vesper, begehrt auf. Nachts hackt er wütende Sätze in die Schreibmaschine, die er der erstarrten Gesellschaft ins Gesicht schleudern will. Als er auf Gudrun Ensslin trifft, ist das der Beginn einer extremen Liebesgeschichte: bedingungslos, maßlos, bis über die Schmerzgrenze hinaus. Gemeinsam brechen sie auf, um die Welt zu erobern. Keine zehn Jahre später verliert sich Bernward auf Drogentrips im Wahnsinn, und Gudrun katapultiert sich in den bewaffneten Untergrund. Für beide wird es kein Zurück mehr geben.



    Filmstab

    Regie Andreas Veiel
    Drehbuch Andreas Veiel
    Vorlage Gerd Koenen
    Kamera Judith Kaufmann
    Musik Annette Focks
    Produktion Thomas Kufus

    Darsteller

    Bernward Vesper August Diehl
    Gudrun Ensslin Lena Lauzemis
    Andreas Baader Alexander Fehling
    Will Vesper Thomas Thieme
    Rose Vepser Imogen Kogge
    Helmut Ensslin Michael Wittenborn
    Ilse Ensslin Susanne Lothar
    Ruth Ensslin Maria-Victoria Dragus

    Kritiken

    taz.de: "Wer wenn nicht wir" ist ein geschichtspolitisch kluger Film, fern von billiger moralischer Verurteilung, fern von dem Action-Naturalismus von "Der Baader Meinhof Komplex". Vernünftig, durchdacht, meist genau inszeniert. Was fehlt, sind Bilder für das Abgründige, Groteske. Und der leise Horror der ersten Szene bleibt ein uneingelöstes Versprechen.

    welt.de: Der Berlinale-Wettbewerbsfilm "Wer wenn nicht wir" von Andres Veiel schildert mit großartigen Schauspielern, wie eine Liebesgeschichte im Terror endet.