Wer mich liebt, nimmt den Zug

    Aus Film-Lexikon.de

    Ein Frühlingstag, eine Gruppe von Menschen, die sich kennen, im Zug, auf dem Weg nach Limoges. Auf der Straße parallel zu den Schienen fährt ein weißer Peugeot. Er enthält eine für alle wertvolle Fracht: den Sarg mit den sterblichen Überresten ihres Freundes Jean-Baptiste. Ein Maler, gestorben nach siebzig intensiven Lebensjahren. Er, der immer in Paris gelebt hat, will in Limoges begraben sein. Und er verfügt, gleichsam als sein Vermächtnis: Wer mit liebt, nimmt den Zug ... Das Begräbnis als Anlaß für ein Familientreffen, der Friedhof als Ort der Begegnung: der wahren Freunde und der falschen, der Erben, legitim und illegitim, der Blutsverwandten und Seelenverwandten. Für manche von ihnen erwächst aus diesen Begegnungen ein hoffnungsvoller Neuanfang, für andere zerplatzen Illusionen und klärt sich die Zukunft.



    Filmstab

    Regie Patrice Chéreau
    Drehbuch Daniele Thompson, Patrice Chereau, Pierre Trividic
    Kamera Eric Gautier
    Schnitt Francois Gedigier
    Produktion Charles Gassot für Le Studio Canal+ / Telema / France 2 Cinema / Azor Films

    Darsteller

    François Pascal Greggory
    Claire Valeria Bruni Tedeschi
    Jean-Marie Charles Berling
    Jean-Baptiste / Lucien Jean-Louis Trintignant
    Louis Bruno Todeschini
    Bruno Sylvain Jacques
    Viviane Vincent Perez
    Thierry Roschdy Zem
    Catherine Dominique Blanc
    Elodie Delphine Schlitz
    Sami Nathan Cogan
    Lucie Marie Daems
    Genevieve Chantal Neuwirth
    Dominique Thierry De Peretti
    Bernard Olivier Gourmet

    Kritiken

    Dirk Jasper: Patrice Chereau ("Die Bartholomäusnacht") macht "physisches Kino", er geht nah an seine Schauspieler heran, die Kamera rückt ihnen auf den Leib, die Bewegungen sind oft heftig, sowohl in ihrer Zärtlichkeit als auch in ihrer Aggression; jeder Körper ist räumlich präsent, füllt die Leinwand aus, macht sich bemerkbar, vibriert vor Energie.

    dpa: Chereau verstrickt sein superbes Schauspielerensemble in ein emotional geladenes, komplexes Drama um zerstörerische Wahrheiten, enttäuschte Liebe, kleine Hoffnungen und trügerische Erinnerungen.

    Frankfurter Rundschau: Ein Ensemble, das schlicht großartig ist.


    Wertungen

    4.4 Sterne
    5 Bewertungen
    Original Ceux qui m' aiment prendront le train
    Jahr/Land 1998 / Frankreich
    Genre Drama
    Laufzeit 120 Minuten
    Kinostart 27. August 1998