Weißer Oleander

    Aus Film-Lexikon.de

    Die 15-jährige Astrid Magnussen hat sich längst an die Launen und Eskapaden ihrer Mutter gewöhnt, denn Ingrid lebt nach eigenen Regeln. Als die exzentrische Künstlerin wegen Mordes an ihrem Geliebten verhaftet und vom Gericht zu einer 35-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt wird, steht Astrid plötzlich allein da. Für sie beginnt eine lange, von Schicksalsschlägen geprägte Odyssee durch unterschiedlichste Pflegefamilien. Sie landet bei der bibelfesten Ex-Stripperin Starr, der fürsorglichen, aber neurotischen Schauspielerin Claire, der abgebrühten Immigrantin Rena und zwischendurch auch mal im Heim. Doch Astrid wächst mit jeder neuen Herausforderung, und allmählich reift sie zu einer selbstbewussten jungen Frau heran. Aber um ihren Platz im Leben einnehmen zu können, muss sie sich erst selbst finden, und der Schlüssel dazu liegt bei Ingrid, die sogar vom Gefängnis aus mit Argusaugen über die Entwicklung ihrer Tochter wacht ...



    Filmstab

    Regie Peter Kosminsky
    Drehbuch Mary Agnes Donoghue
    Vorlage Roman "Weißer Oleander" von Janet Fitch
    Kamera Elliot Davis
    Schnitt Chris Risdale
    Musik Thomas Newman
    Produktion John Wells, Hunt Lowry

    Darsteller

    Starr Thomas Robin Wright
    Paul Trout Patrick Fugit
    Astrid Magnussen Alison Lohman
    Ingrid Magnussen Michelle Pfeiffer
    Claire Richards Renée Zellweger
    Rena Crushenka Svetlana Efremova
    Barry Kolker Billy Connolly
    "Onkel" Ray Cole Hauser
    Mark Richards Noah Wyle
    Miss Martinez Amy Aquino
    Carolee Liz Stauber
    Susan Valeris Kali Rocha

    Kritiken

    Dirk Jasper: Regisseur Peter Kosminsky engagierte für sein behutsam inszeniertes Schicksalsdrama, das auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Janet Fitch basiert, mit Michelle Pfeiffer, Robin Wright Penn und Renée Zellweger einige der zur Zeit begehrtesten Hollywood-Darstellerinnen. Peter Kosminsky entwirft ein aufwühlendes urbanes Abenteuer und einen zugleich faszinierenden Entwicklungsroman über eine einzigartige junge Frau, die aus ihrem Unglück neue Kraft und aus ihren Niederlagen neue Hoffnung zu beziehen weiß. Für die hinreißende, perfekt zwischen vager Unsicherheit und introvertierter Festigkeit changierende Alison Lohman in der Rolle der jungen Astrid dürfte Weißer Oleander den Auftakt zu einer großen Schauspielkarriere darstellen.

    film-dienst 2003-03: Ein intelligent entwickelter Film, der durch zahlreiche Rückblenden die ständige Anwesenheit der Mutter sinnfällig macht. Durch brillante Darstellerleistungen unterstützte Psycho-Studie, die nur zum Ende mit ein wenig Hollywood-Kitsch aufwartet.


    Wertungen

    4 Sterne
    2 Bewertungen
    Original White Oleander
    Jahr/Land 2002 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Tobis Film GmbH & Co. KG
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 109 Minuten
    Kinostart 06. Februar 2003