Verborgenes Feuer

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    Elisabeth Laurier, eine Schweizer Gouvernante, die im London des 19. Jahrhunderts lebt, wird gepeinigt von den großen Schulden, die ihr Vater ihr hinterlassen hat. In dieser schwierigen Situation macht ihr ein englischer Aristokrat ein Angebot: Er möchte, daß Elisabeth als Leihmutter ein Kind von ihm bekommt. Dafür würde er die Schulden des Vaters für sie bezahlen. In ihrer Verzweiflung nimmt sie das Angebot des Aristokraten an, der sich weigert, seine Identität preiszugeben. Daraufhin treffen sie sich heimlich in einem Hotel in der Normandie, wo sie ihre Leidenschaft füreinander entdecken und drei unvergeßliche Nächte miteinander verbringen. Trotzdem besteht der Mann darauf, daß sie sich nie wiedersehen. Als Elisabeth neun Monate später einem Mädchen das Leben schenkt, wird das Kind entsprechend der getroffenen Vereinbarung sofort von der Mutter getrennt. Sieben Jahre später nimmt Elisabeth eine neue Stelle als Gouvernante für die aufmüpfige siebenjährige Louisa auf Selbcombe Place im Süden Englands an. Charles Godwin, der Hausherr auf Selcombe und "Adoptivvater" Louisas, ist geschockt, als er in dem neuen Kindermädchen Elisabeth wiedererkennt. Die Liebe zwischen die beiden, die Charles vor acht Jahren im Keim zu ersticken versucht hat, erwacht aufs Neue. Langsam erkennt auch Louisa, daß Elisabeth mehr ist als einfach nur die neue Gouvernante ...



    Filmstab

    Regie William Nicholson
    Drehbuch William Nicholson
    Kamera Nic Morris
    Schnitt Chris Wimble
    Musik Christopher Gunning
    Produktion Brian Eastman

    Darsteller

    Elisabeth Laurier Sophie Marceau
    Charles Godwin Stephen Dillane
    John Taylor Kevin Anderson
    Constance Lia Williams
    Louisa Dominique Belcourt
    Lord Clare Joss Ackland
    Molly Holland Sally Dexter
    Ellen Emma Amos
    Mrs. Jago Maggie McCarthy
    Sussman Wolf Kahler

    Kritiken

    Dirk Jasper: "Verborgenes Feuer" ist das beeindruckende Regiedebüt von William Nicholson (Oscar-nominiertes Drehbuch zu "Shadowlands"). Die faszinierende emotionale Dichte dieses Films über eine tragische Liebe voller unterdrückter Gefühle wird einfühlsam durch Sophie Marceau und Stephen Dillane sowie Dominique Belcourt als Tochter Louisa umgesetzt.

    film-dienst 16/1998: Ein gediegen inszeniertes, nach klassischen Muster konstruiertes Liebesdrama mit prägnant gezeichneten Charakteren, das ein schlüssiges Gesellschaftsbild der 19. Jahrhunderts entwirft. Das aufwühlende Geschehen wird in ruhigen Bildern und gedeckten Farben wiedergegeben.

    TV Hören und Sehen 20/1998: Packendes Drama über eine verbotene Liebe. Bilder, die berauschen. Ein Film der ganz großen Gefühle! So hautnah war Kino schon lange nicht mehr. Starkes Regiedebüt von William Nicholson.