Va Savoir

    Aus Film-Lexikon.de

    Eine italienische Theatergruppe besucht im Rahmen einer Europatour für einige Tage Paris, um das Theaterstück "Come tu mi vuoi" von Pirandello aufzuführen. Camille, die die Hauptrolle des Stücks spielt, ist zugleich die Geliebte des Regisseurs Ugo. Sie ist die einzige gebürtige Französin der Gruppe. Camille ist zum ersten Mal wieder in Paris, nachdem sie drei Jahre zuvor ihren damaligen Geliebten Pierre auf dramatische Weise verlassen hat. Sie fürchtet sich davor, ihn wieder zu treffen. Nicht ohne Grund, aber sie wird ihn trotzdem wiedersehen. Ugo verbirgt auch ein Geheimnis vor Camille. Er nutzt seine Aufenthalt in Paris dazu, um herauszufinden, ob ein unveröffentlichtes Manuskript von Goldini wirklich existiert, denn er möchte der Entdecker dieses Stücks sein. Diese Suche führt ihn in die Arme der aufgewühlten Dominique. Die Emotionen steigern bis zu einem Punkt, an dem jeder seiner eigenen Wahrheit ins Gesicht sehen muss und das Theater wieder einmal als Ort der Enthüllung dient.



    Filmstab

    Regie Jacques Rivette
    Drehbuch Christine Laurent, Pascal Bonitzer, Jacques Rivette
    Kamera William Lubtchansky
    Schnitt Nicole Lubtchansky
    Musik Senza fine von Gino Paoli, Alec Wilder interpretiert von Peggy Lee
    Produktion Martine Marignac

    Darsteller

    Sonia Marianne Basler
    Camille Jeannie Balibar
    Do Hélène de Fougerolles
    Madame Desprez Catherine Rouvel
    Ugo Sergio Castellitto
    Pierre Jacques Bonnaffé
    Arthur Bruno Todeschini
    Bibliothekar Claude Berri

    Kritiken

    Rhein-Zeitung: 2002-06-28: In "Va Savoir" geht es um ein Schauspielerensemble um die Hauptdarstellerin Camille. Sie ist die einzige Französin in der italienischen Truppe und befürchtet, bei dem Gastspiel in Paris ihrem früheren Liebhaber Pierre wiederzubegegnen. Das passiert nun tatsächlich, und auch Camilles derzeitigem Geliebten Hugo läuft eine hoch interessante Frau über den Weg.

    Kultur Spiegel 2002-07: Diesen stilvollen Beziehungsreigen hat Nouvelle-Vague-Veteran Rivette mit allerlei Bildungsbürger-Accessoires garniert, die für echte Cinéasten unentbehrlich sind: Theater, Bibliotheken, geschmackvoll möblierte Altbauwohnungen, Frauen mit kleinen Brüsten, nachlässig gebügelte Oberhemden und Heidegger. Für Genießer.

    film-dienst 2002-14: Klug inszenierte, geistreich geschriebene und überzeugend gespielte Tragikomödie um Liebe, Versuchung, Treue, Verzicht und Verrat, die die Welt des Theaters nicht nur als elegantes Zwischenpiel, sondern auch als spannenden Spiegel der Dialektik zwischen Schein und Sein nutzt.


    Wertungen

    0 Sterne
    0 Bewertungen
    Jahr/Land 2001 / Frankreich
    Genre Drama
    Film-Verleih Kinowelt GmbH
    Laufzeit 127 Minuten
    Kinostart 27. Juni 2002