Tod den Hippies - Es lebe der Punk!

    Aus Film-Lexikon.de

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    Deutschland, Anfang der 80er. Auch in der westdeutschen Provinz sind die Hippies an der Macht.

    Robert muss da raus. Es gibt für ihn nur die eine Stadt! Sex, Drogen und Punk, die Versprechen von West-Berlin. Sein alter Kumpel Schwarz nimmt ihn mit offenen Armen auf. Schwarz braucht in seiner Peepshow ein Mädchen für alles und das wird Robert. Wichskabinen schrubben und die Verpflegung der Mädchen organisieren, sind seine Hauptaufgaben. Dabei lernt er Sanja kennen, auch eine, in der anarchischen Subkultur gestrandete, wunderschöne Seele auf der Suche nach einem Sinn.

    Tag und Nacht verschwimmen, Robert lässt sich treiben, seine Nächte verbringt er im legendären „Risiko“. Der Ort, an dem Zeit nicht existiert, sich die Ikonen (wie Blixa Bargeld und Nick Cave) herumtreiben, dort wo alles möglich ist, alles sein kann und nichts muss. Kunst kommt nicht von Können, sie kommt vom Leben.

    Dank üppiger Berlin-Zulage und eines kleinen Überfalls, plant Robert zusammen mit Schwarz eine ganz neue Einkommensquelle und mit Sanja die nicht ganz typische Lösung familiärer Probleme.




    Filmstab

    Regie Oskar Roehler
    Drehbuch Oskar Roehler
    Kamera Carl-Friedrich Koschnick
    Schnitt Peter R. Adam
    Musik Martin Todsharow
    Produktion Uwe Schott, Stefan Arndt

    Darsteller

    Robert Tom Schilling
    Schwarz Wilson Gonzales Ochsenknecht
    Sanja Emilia Schüle
    Gries Frederick Lau
    Gisela Hannelore Hoger
    Klaus Samuel Finzi
    Blixa Bargeld Alexander Scheer
    Frau Werner Gabrielle Scharnitzky
    Jana Luisa Wietzorek
    Udo Oliver Korittke

    Kritiken

    www.filmstarts.de Carsten Baumgardt: Reflexion über das eigene Schaffen, Liebesgeschichte, Breitseite gegen das Establishment und Abrechnung mit den Eltern: „Tod den Hippies - Es lebe der Punk!“ ist all das. Provokateur Oskar Roehler mengt Autobiografisches mit Anarchischem zu einer wild-toxischen Komödien-Groteske.

    www.kino-zeit.de Simon Hauck: Eher unfreiweilig löst Roehlers neues Kinomonstrum, das Motto der Filmfigur Gries, einen "Klassiker des bad taste" schaffen zu wollen, minütlich ein. Herausgekommen ist dabei kein Rimbaud-, sondern ein gnadenloser Rambo-Film, eine andere verunglückte Drehbuchzeile.

    www.artechock.de Dunja Bialas: Roehlers Film ist insofern Punk und anti­bür­ger­lich, als er sich keines­falls anbiedert, um zu gefallen. Das gelingt ihm, und deshalb ist er durchaus gelungen abstoßend.


    Wertungen

    4 Sterne
    1 Bewertungen
    Jahr/Land 2015 / Deutschland
    Genre Drama / Komödie
    Film-Verleih X-Verleih
    FSK ab 16 Jahre
    Laufzeit 104 Minuten
    Kinostart 26. März 2015