Tim Robbins

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur; * 16. Oktober 1958 in West Covina, Kalifornien

    Der Sohn des Folk-Sängers Gil Robbins wuchs in New Yorks Greenwich Village auf und war bereits mit zwölf Jahren Mitglied einer Theatergruppe. 1981 machte er seinen Abschluss in Theaterwissenschaft an der Universität von Kalifornien. In dieser Zeit gründete er eine eigene Theatergruppe, mit der er durch Kalifornien tourte und auftrat.

    Ab 1983 erhielt er Rollen in Fernsehserien und gab 1984 sein Leinwanddebüt in "Toy Soldiers". Es folgte eine Rolle in dem Kassenschlager "Top Gun". In der Baseballkomödie "Annies Männer" (1988) hatte er schließlich seine erste Hauptrolle in einem erfolgreichen Film. Während des Drehs lernte er seine spätere Lebensgefährtin Susan Sarandon kennen. 1992 erhielt Robbins in Cannes eine Auszeichnung für seine Hauptrolle in der Hollywood-Satire "The Player", im selben Jahr gab er sein Debüt als Regisseur in "Bob Roberts". Seine zweite Regiearbeit "Dead Man Walking"(1995) (mit seinem Freund Sean Penn und mit Susan Sarandon vor der Kamera) sollte ihm internationale Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. 1999 spielte Robbins im Psycho-Thriller "Arlington Road" (1999) einen Terroristen.

    Die vorläufige Krönung seiner Karriere war der Oscargewinn für seine Rolle in Clint Eastwoods Film "Mystic River" (2003), in dem er einen traumatisierten Mann spielt, der in seiner Kindheit vergewaltigt wurde. 2006 stand er in "Catch a Fire" als Folterknecht während der Apartheid vor der Kamera. Einen Ausflug in die Welt des Theaters machte er ein Jahr später, als er bei der Theateraufführung einer Adaption von George Orwells "1984" Regie führte. Wieder vor der Kamera stand er 2006 für den Film "The Lucky Ones" mit Rachel McAdams.

    Tim Robbins und Susan Sarandon sind politisch engagiert: Sie gelten als Kritiker der US-Regierung von George W. Bush und ergriffen Partei gegen den Irakkrieg. Die meisten Filme von Tim Robbins enthalten politische Statements: "Dead Men Walking" etwa kritisiert die Todesstrafe, "Arlington Road" beschäftigt sich mit Terrorismus.


    Filmografie - Darsteller


    Filmografie - Regisseur


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 2003 Bester Nebendarsteller Mystic River
    nom 1995 Beste Regie Dead Man Walking