Thomas Alva Edison

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    amerikanischer Erfinder; * 11. Februar 1847 in Milan, Ohio; † 18. Oktober 1931 in West Orange, New Jersey

    Edison begann – seinem eigenen Zeugnis zufolge – bereits mit neun Jahren systematisch naturwissenschaftliche Experimente durchzuführen. Seit 1863 arbeitete er im Mittelwesten als Telegrafist; Ende 1867 ging er nach Boston. Im folgenden Jahr reichte er sein erstes Patent zur Verbesserung der Telegrafie ein. 1869 zog er nach New York, gründete dort eine kurzlebige Telegrafenfirma und 1870, nachdem er die Erfindung eines neuartigen Telegrafen für 40 000 Dollar verkaufen konnte, eine elektronische Fabrik in Newark (New Jersey), die er 1876 aufgab, um in Menlo Park (New Jersey) ein Forschungslaboratorium zu leiten.

    1877 gelang Edison die Verbesserung des Bell'schen Telefons durch das Kohlekörner-Mikrofon; im selben Jahr entwickelte er seinen ersten Phonographen.

    Im Folgenden beschäftigte er sich vor allem mit der Elektrizität: 1879 erfand er die langlebige Kohlefaden-Glühbirne, konstruierte neuartige Generatoren und entwickelte ein zuverlässiges Leitungs- und Mess-System (insgesamt 356 Patente). 1880 rüstete er erstmals ein Dampfschiff mit elektrischem Licht aus, 1882 errichtete er das erste öffentliche Elektrizitätswerk der Welt in New York, das gegen Ende des Jahres bereits 5 000 Straßenlampen versorgte. 1887 bezog er ein neues, größeres Laboratorium in West Orange (New Jersey); dort entwickelte er u.a. seit 1889 die erste Laufbildkamera und den Kinofilm. Spätere technische Projekte Edisons blieben indessen meist erfolglos, so die 1907 aufgenommene Produktion von Fertighäusern im Zementgussverfahren