The Wind That Shakes The Barley

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    Der junge Damien gibt seine Arztkarriere auf, um für die irische Unabhängigkeit zu kämpfen. Er schließt sich den Verbündeten seines Bruders Teddy an, die nach dem irischen Oster-Aufstand 1916 und der international nicht anerkannten irischen Unabhängigkeit gegen die übermächtige britische Krone ins Feld ziehen.

    Bewaffnet und doch wehrlos, zahlreich und doch zu wenige, leidenschaftlich und doch verwundbar, bündeln sie ihre Kräfte und treiben ihre einzige Chance, den Guerilla-Krieg gegen die Weltmacht, bis ins Inferno. Doch die Waffen, die gestern noch ihr Ziel trafen, sind am nächsten Tag schon verbraucht.

    Der zweifelhafte Friedensvertrag mit den Briten zerbricht nicht nur die Widerstandsbewegung, sondern sprengt auch die Brüder Damien und Teddy auseinander. Viel zu spät verstehen sie, dass der Gegner längst erkannt hat, wie er sich die individuellen Interessen der Aufständischen zu Nutze machen kann.

    Die radikale Konfrontation hat sich in innere und äußere Zerrissenheit aufgelöst – Damien und Teddy stehen sich im nun folgenden Bürgerkrieg als Todfeinde gegenüber und nur die Liebe zu Sinead scheint für Damien nichts an Reinheit eingebüßt zu haben ...



    Filmstab

    Regie Ken Loach
    Drehbuch Paul Laverty
    Kamera Barry Ackroyd
    Schnitt Jonathan Morris
    Musik George Fenton
    Produktion Rebecca O'Brien

    Darsteller

    Damien Cillian Murphy
    Teddy Pádraic Delaney
    Dan Liam Cunningham
    Sinead Orla Fitzgerald
    Peggy Mary Riordan
    Bernadette Mary Murphy
    Micheail Laurence Barry

    Kritiken

    film-dienst 26/2006: Ken Loach differenziert das zunächst aufgebaute Gut-Böse-Paradigma und entwirft ein zunehmend komplexes Geschichtsbild. Dabei verpasst er die Chance, Gewalt als Mittel von Politik deutlich genug in Frage zu stellen, sodass sich der aufwändig inszenierten Film auch als blut-romantische Heldenverehrung lesen lässt.

    Bert Rebhandl (Spiegel Online): Der englische Filmemacher Ken Loach erinnert in "The Wind That Shakes the Barley" an den irischen Freiheitskampf nach 1916 - und entdeckt dabei eine Modellsituation für die asymmetrische Kriegsführung der Gegenwart.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung: Voller Heiterkeit und Leidenschaft ist "The Wind That Shakes the Barley" einer der bewegendsten von Ken Loachs Filmen.


    Wertungen

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    Jahr/Land 2006 / Irland, UK, Deutschland, Italien, Spanien
    Genre Drama
    Film-Verleih NEUE VISIONEN Filmverleih GmbH
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 127 Minuten
    Kinostart 28. Dezember 2006