The Statement

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    Frankreich, 1992. Als eiskalter Komplize des Vichy-Regimes war Pierre Brossard 1944 im besetzten Frankreich an der Ermordung von sieben Juden maßgeblich beteiligt. Nie wurde der Kriegsverbrecher für seine Taten vor Gericht gestellt und lebt seitdem anonym ein friedliches Leben unter dem Schutz rechtsgerichteter Gruppierungen innerhalb der katholischen Kirche. Da ermöglicht eine Gesetzesänderung der ehrgeizigen Richterin Livi und deren kompetenten Helfer Oberst Roux eine erneute Untersuchung der Untat. Dazu muss Brossard verhaftet werden. Diesem gelingt es jedoch ein ums andere Mal, den staatlichen Ermittlern zu entkommen, während er gleichzeitig von geheimnisvollen Auftragsmördern verfolgt wird.

    Das Netz der Exekutive zieht sich langsam um Brossard zusammen und auch die gedungenen Killer haben seine Spur längst aufgenommen ...



    Filmstab

    Regie Norman Jewison
    Drehbuch Ronald Harwood
    Vorlage Roman von Brian Moore
    Kamera Kevin Jewison
    Schnitt Andrew S. Eisen, Stephen E. Rivkin
    Musik Normand Corbeil
    Produktion Norman Jewison, Robert Lantos

    Darsteller

    Pierre Brossard Michael Caine
    Richterin Annemarie Livi Tilda Swinton
    Oberst Roux Jeremy Northam
    Armand Bertier Alan Bates
    Nicole Charlotte Rampling
    Old Man John Neville
    Pochon Ciarán Hinds
    Commissaire Vionnet Frank Finlay
    Le Moyne William Hutt
    David Manenbaum Matt Craven

    Kritiken

    Dirk Jasper: Regisseur Norman Jewison ("The Hurricane") ist mit The Statement ein spannender und nachdenklicher Film gelungen. Auf subtile Art und Weise seziert er die Doppelbödigkeit seiner Protagonisten und belässt doch allen ihre Würde als Menschen. Die Art und Weise wie sich Norman Jewison mit der Thematik auseinandersetzt ist ungewöhnlich. Die grandiosen Darsteller tun das ihrige dazu, dass der Film einen Sog ausübt, der bis zum Ende anhält.

    film-dienst 13/2005: Der Vichy-Kommandant Paul Touvier, der 1994 als erster Franzose wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt wurde, stand einem Film Modell, der das Schicksal des Judenmörders mit erfundenen Begebenheiten ausschmückt und über weite Strecken zum Gegenstand eines politischen Thrillers abwertet. Faszinierend ist jedoch die Darstellung der Hauptfigur durch Michael Caine, dem ein beklemmendes Porträt eines sich selbst bemitleidenden Scheusals gelingt.

    Oliver Zimmermann (Rhein-Zeitung 23. Juni 2005): Regisseur Norman Jewison formte aus Brian Moores Vorlage einen Gegenwartsthriller. Besonders Sir Michael Cainem überzeugt in der Rolle des alten Kriegsverbrechers. Er gibt nach außen den galanten Senioren, doch innerlich steckt in ihm noch immer ein kaltblütiger und korrupter Kämpfer.


    Wertungen

    3.7 Sterne
    9 Bewertungen
    Jahr/Land 2003 / USA
    Genre Thriller
    Film-Verleih Universum/Central
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 120 Minuten
    Kinostart 23. Juni 2005