The Life and Death of Peter Sellers

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    Die turbulente Karriere des britischen Komödianten, seinen Aufstieg vom beliebten BBC-Radiosprecher zu einem der talentiertesten Filmkomiker der Welt. Getrieben von seiner sehr dominanten Mutter, versucht Peter Sellers sich mit seinen Frauenbeziehungen, seiner Popularität und seinen vielen Persönlichkeiten zu arrangieren.

    Obwohl er schöne Frauen heiratete, von den Kritikern gefeiert wurde und als Schauspieler große Erfolge verbuchte, gelang es ihm nie, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Das führte zu dem albtraumhafte Innenleben dieses begabten, charismatischen Schauspielers, der einmal sagte: "Ich hasse alles, was ich tue."

    Dennoch liebte das Publikum sein komisches Genie und machte ihn zur internationalen Kulturikone.



    Filmstab

    Regie Stephen Hopkins
    Drehbuch Christopher Markus, Stephen McFeely
    Vorlage Buch von Roger Lewis
    Kamera Peter Levy
    Schnitt John Smith
    Musik Richard Hartley
    Produktion Simon Bosanquet für HBO Films / BBC Films / DeMann Entertainment / Company Pictures

    Darsteller

    Peter Sellers Geoffrey Rush
    Britt Ekland Charlize Theron
    Anne Sellers Emily Watson
    Blake Edwards John Lithgow
    Peg Sellers Miriam Margolyes
    Bill Sellers Peter Vaughan
    Sophia Loren Sonia Aquino
    Stanley Kubrick Stanley Tucci
    Maurice Woodruff Stephen Fry
    Dennis Selinger Henry Goodman

    Kritiken

    Dirk Jasper: Die US-Pay-TV-Produktion The Life and Death of Peter Sellers zeigt uns das Privat- und Berufsleben eines der brillantesten und begabtesten Filmkomiker überhaupt. Seine unübertreffliche, unverwechselbare Fähigkeit der Nachahmung und sein Erfindungsreichtum machten ihn zu einem internationalen Star. Regisseur Stephen Hopkins begleitet Oscar-Preisträger Geoffrey Rush auf seiner schauspielerischen Tour de force - einer kaleidoskopischen, alle Genres überschreitenden Odyssee durch Peter Sellers' Leben, die sein komödiantisches Genie ebenso beleuchtet wie sein albtraumhaftes Innenleben. Der Film erhebt Peter Sellers' geradezu unheimliches Talent, in andere Figuren zu schlüpfen, zum Gestaltungsprinzip: So lässt sich demonstrieren, dass der Schauspieler unfähig war, mit seiner eigenen Persönlichkeit im Einklang zu leben. Peter Sellers' lustige Masken dienen dabei als Fenster zu seiner Seele, seine ständigen Verwandlungen verraten, wie sehr er sich nach Liebe sehnte, und wie schwer es ihm selbst fiel, Liebe zu geben.

    film-dienst 09/2005: Launige Hommage an den Schauspieler Peter Sellers (1925 - 1980), die den Künstler als ödipales Monster und Mann ohne Eigenschaften zeichnet. Die anekdotische Aneinanderreihung vermittelt Kundigen Einblicke in die Filmgeschichte und lässt den Wandel des Zeitgeschmacks Revue passieren. Die erzählerischen Kapriolen suggerieren freilich eine Tiefe, die der Film letztlich nicht einlöst. Die Mystifizierung des Porträtierten bleibt auf dem Niveau der Verklärung stehen.

    Michael Winckler (Rhein-Zeitung 29. April 2005): Mit der Verkörperung von Peter Sellers dürfte Geoffrey Rush den Olymp der weltbesten Schauspieler erklommen haben. So authentisch gelingt ihm diese schwierige Rolle, dass der Zuschauer meint: Ja, das ist Peter Sellers; einer, den wir noch nicht kennen.