The Isle

    Aus Film-Lexikon.de

    Versteckt in den Wäldern Südkoreas liegt ein See von atemberaubender Schönheit. Nur wenige Farbtupfer durchdringen den märchenhaften Dunstschleier über dem Wasser. Es sind die bunt bemalten Flöße der hier angelnden Urlauber. Das Paradies ist offensichtlich auf die Erde zurückgekehrt. Doch der Schein trügt. Die Bilderbuchlandschaft ist vor allem ein Anziehungspunkt für das Licht scheuende Gestalten: Liebespaare, Abenteurer, Prostituierte, Mörder. Die schweigsame Hee-Jin versorgt sie mit Werkzeug und bleibt für Geld auch mal über Nacht. Der junge Hyun-Shik ist nicht gekommen, um zu angeln. Er mietet ein Floß und versucht sich umzubringen. Zweimal rettet Hee-Jin ihm in letzter Sekunde das Leben. Zwischen den beiden entspinnt sich in Verhältnis voller gewaltsamer Leidenschaft und besitzergreifender Besessenheit. Hee-Jin beseitigt ohne Hemmungen alles, was ihre Beziehung zu Hyun-Shik gefährden könnte. Als Hyun-Shik vor der Intensität der selbst zerstörerischen Verbindung fliehen möchte, ist es schon zu spät. Wie Fische zappeln sie am Haken des jeweils anderen...



    Filmstab

    Regie Ki-Duk Kim
    Drehbuch Ki-Duk Kim
    Kamera Suh Shikwhang
    Schnitt Min-ho Kyung
    Musik Sang Yoonjeon
    Produktion Eun Lee

    Darsteller

    Suh Jun Suh Jun
    Hyun-Shik Yoosuk Kim
    Mang-Che Jae Hyu
    Mann mittleren Alters Hang-Seon Jang

    Kritiken

    Cinema 2002-01: Der über weite Strecke dialogfreie Film mindert seine lakonisch inszenierten Gräuel nicht durch bekannte Schockeffekte, sondern zeigt die menschliche Natur in beklemmend verzweifelter Grausamkeit. Nur für nervenstarke Liebhaber des asiatischen Kinos.

    Der Spiegel 2002-03: Schauplatz sind ein paar Angelhütten auf kleinen Flößen, die weit vertsreut auf einem See verankert liegen. Das dunstige Gegenlichtgibt dieser Szenerie die Unschuld und Zartheit eines asiatischen Aquarells: Gewaltphantasien und Todesbilder lauern unter der spiegelnden Oberfläche.

    film-dienst 2002-02: Ein gedanklich kühner Liebesfilm, bei dem lyrische Momente unvermittelt in erschreckend brutale Szenen übergehen. Ohne an der Psychologie und Motivation seiner Protagonisten interessiert zu sein, thematisiert er mit großer Ernsthaftigkeit die Verzweiflung zweier Menschen, wobei er eine eigentümliche Sogwirkung entwickelt.


    Wertungen

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    0 Bewertungen
    Original Seom
    Jahr/Land 2000 / Korea
    Genre Drama
    Film-Verleih rapid eye mov.
    Laufzeit 82 Minuten
    Kinostart 17. Januar 2002