The Golden Bowl

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    The Golden Bowl spielt in England und Italien in den Jahren 1903 bis 1909. Es wird die Geschichte zweier Ehen erzählt, die in komplizierter, beinahe inzestuöser Weise miteinander verstrickt sind. Fürst Amerigo, ein verarmter italienischer Aristokrat, wird Maggie heiraten, Tochter von Adam Verver, amerikanischer Industriemagnat und Kunstsammler. Der Fürst hat ein letztes Rendezvous mit seiner gleichermaßen mittellosen Geliebten, Charlotte Stant, als sie zusammen ein Hochzeitsgeschenk für Maggie suchen. Sie finden eine goldene Schale, kaufen sie jedoch nicht, weil sie einen Sprung hat. Durch eine eigenartige Wendung des Schicksals heiratet Charlotte Adam Verver, was dazu führt, dass die Leben dieser vier Menschen nun in einer Familie miteinander verflochten werden. Gelangweilt von ihrem neuen Luxusdasein nehmen der Fürst und Charlotte ihre alte Beziehung wieder auf. Maggie schöpft Verdacht und entdeckt den Betrug, als sie durch Zufall die goldene Schale kauft, die Charlotte und Amerigo damals abgelehnt hatten. Vielleicht glaubten der Fürst und Charlotte, es wäre ein leichtes Unterfangen, Vater und Tochter - einfacher und weniger weltgewandt als sie beide - zu hintergehen. Aber nun nimmt Maggie die Fäden in die Hand in dem verzweifelten Versuch, die Ehen zu retten. Und schließlich unternimmt Maggies Vater, der sein Wissen um die ehebrecherische Affäre stets für sich behalten hatte, den entscheidenden Schritt und bringt die Geschichte damit zu ihrem überraschenden Ende.



    Filmstab

    Regie James Ivory
    Drehbuch Ruth Prawe Jhabvala
    Vorlage nach der Novelle von Henry James
    Kamera Tony Pierce-Roberts
    Schnitt John David Allen
    Musik Richard Robbins
    Produktion Ismail Merchant

    Darsteller

    Charlotte Stant Uma Thurman
    Maggie Verver Kate Beckinsale
    Fürst Amerigo Jeremy Northam
    Adam Verver Nick Nolte
    Fanny Assingham Anjelica Huston
    Colonel Bob Assingham James Fox
    Lady Castledean Madeleine Potter
    Lord Castledean Nicholas Day
    Jarvis, Ladenbesitzer Peter Eyre
    Mr. Blint Robin Hart

    Kritiken

    Der Spiegel 2002-17: Ivorys jüngster Film nach einem Henry-James-Roman, sein dritter, zwar ein ansehnliches Star-Quratett (Uma Thurman, Kate Beckinsale, Nick Nolte und Jeremy Northam) zu bieten, gibt aber von der delikaten Affäre zwischen Schwiegermutter und Schwiegersohn, zwischen amerikanischen Geldadel und italienischer Hocharistokratie nur einen schlicht gestrickten Abriss.

    film-dienst 2002-09: Elegante Merchant-Ivory-Verfilmung des gleichnamigen Henry-James-Romans, die mit verhaltener Ironie die Gegensätze zwischen amerikanischer Lebensart und europäischer Tradition beleuchtet. Ein intelligentes Spiel der Irrungen und Wirrungen, großartig fotografiert und überzeugend gespielt, das in seiner formalen Brillanz allerdings einer vergangenen Epoche verhaftet bleibt.

    Cinema 2002-05: den kleinen Gesten der Heimlichtuer, Blicken, Ahnungen, Andeutungen. Ivory beobachtet scharf, urteilt aber nicht.


    Wertungen

    3.8 Sterne
    9 Bewertungen
    Jahr/Land 2001 / USA
    Genre Drama
    Film-Verleih Movienet Film GmbH
    Laufzeit 127 Minuten
    Kinostart 25. April 2002