The Dixie Chicks: SHUT UP AND SING

    Aus Film-Lexikon.de

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    Mit 30 Millionen verkauften Alben waren die Dixie Chicks die erfolgreichste Frauenband aller Zeiten. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere sangen sie die Nationalhymne beim Super Bowl. Als Leadsängerin Nathalie Maines 2003 bei einem Konzert in London die beiläufige Bemerkung “Wir schämen uns dafür, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stammt.“ macht, ahnt sie nicht, was sie damit lostritt.

    Von einem Tag auf den anderen sehen sich die singenden Sweethearts politischen Hetzkampagnen, knallharten Morddrohungen und massiven Boykottaktionen der Radiosender ausgesetzt. Sie geraten in einen Strudel, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt: Man brandmarkt sie als „Verräterinnen“, „Saddams Engel“ und „antiamerikanische Schlampen“; ihre CDs landen im Rahmen von öffentlichen Vernichtungsfeldzügen in den Mülltonnen oder werden von Bulldozern niedergewalzt. Die durchorganisierten Attacken reaktionärer Fans und rechter Gruppierungen sind erfolgreich: Die Plattenverkäufe brechen ein und die Dixie Chicks werden zu Amerikas Hassobjekt Nummer Eins. Sie sind gezwungen, sich neu zu erfinden – und versuchen, sich dabei treu zu bleiben …



    Filmstab

    Regie Barbara Kopple
    Drehbuch Barbara Kopple, Cecilia Peck
    Kamera Christine Burrill
    Schnitt Bob Eisenhardt
    Produktion David Cassidy, Claude Davies

    Darsteller

    als sie selbst Natalie Maines
    als sie selbst Emily Robison
    als sie selbst Martie Maguire
    als er selbst Clayton Allen

    Kritiken

    kino-zeit.de: Bemerkenswert an The Dixie Chicks: Shut Up & Sing / Shut Up & Sing ist vor allem, wie wenig die Musikerinnen hier zu Heldinnen hoch stilisiert werden, sie sind ganz einfach drei couragierte Frauen, die sich den Mund nicht verbieten lassen wollen – eben weil sie ihr Land so lieben. Und zugleich zeigt der Film, wie die Mechanismen des Pop-Business funktionieren und wie sehr in einem Land wie den USA die große Politik längst alle Lebensbereiche durchdringt - ein Lehrstück in Sachen Demokratie und Redefreiheit.