The Death of Stalin

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    Moskau, 2. März 1953. Ein Mann liegt nach einem Schlaganfall im Sterben. Bald wird er das Zeitliche segnen – und wer es jetzt richtig anstellt, kann seinen Platz einnehmen. Der sterbende Mann heißt Josef Stalin: Generalsekretär der UdSSR, Diktator, Tyrann und Massenmörder.

    THE DEATH OF STALIN ist eine Satire über die Tage zwischen seinem unrühmlichen Ableben und seiner pompösen Beerdigung: Tage, in denen die Mitglieder des Politbüros mit allen Mitteln darum kämpfen, die Macht zu übernehmen. Tage, in denen sich der ganze Wahnsinn, die Verkommenheit und die alltägliche Unmenschlichkeit des Totalitarismus in allen Facetten offenbaren.





    Filmstab

    Regie Armando Iannucci
    Drehbuch Armando Iannucci, Ian Martin, David Schneider
    Kamera Zac Nicholson
    Schnitt Peter Lambert
    Musik Christopher Willis
    Produktion Nicolas Duval Adassovsky, Kevin Loader, Laurent Zeitoun, Yann Zenou

    Darsteller

    Georgi Malenkow Jeffrey Tambor
    Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow Michael Palin
    Georgi Schukow Jason Isaacs
    Marija Judina Olga Kurylenko
    Lawrenti Beria Simon Russell Beale
    Anastas Mikojan Paul Whitehouse
    Genosse Andrejew Paddy Considine

    Kritiken

    www.film-rezensionen.de Oliver Armknecht: Was passiert eigentlich, wenn ein Diktator plötzlich stirbt? Die Adaption einer Graphic Novel zeichnet ein ebenso überzogenes wie böses Bild der Sowjet-Führungsriege nach dem Tod von Stalin. Das ist nicht unbedingt eine authentische Auseinandersetzung mit den realen Ereignissen dieser Zeit, dafür aber eine lustvoll-absurde und höllisch unterhaltsame Demontage eines Mythos, bei der einem zuweilen das Lachen im Hals steckenbleibt.

    www.cinetastic.de Frank Schmidke: Ko-Autor David Schneider jedenfalls philosophiert über „The Death Of Stalin“: „Wenn wir es richtig hingekriegt haben, sollte man als Zuschauer den Eindruck bekommen, dass das interessante Kerle sind, mit denen man gern Zeit verbringen würde. Aber dann fällt einem wieder ein, dass das Massenmörder sind. Und das ist die Herausforderung: Das sind ganz offensichtlich üble Kerle, aber selbst die schlimmsten von ihnen haben zugleich etwas Einnehmendes.“ Nach diesem Credo hat die überdrehte und bissige historische Politsatire – zumindest bei mir – ihr Ziel nicht erreicht.

    www.kommsieh.de Thorsten Krüger: ... nach furiosem Auftakt fehlt die tragende Idee: Balgereien statt Shakespeare, Farce statt Tragödie, Pausenhof-Handgemenge statt historische Reichweite, Details statt Gesamtzusammenhang. „The Death of Stalin“ macht sich damit unnötig klein.


    Wertungen

    4.3 Sterne
    3 Bewertungen
    Jahr/Land 2017 / USA, Frankreich, Großbritannien
    Genre Tragikomödie / Historienfilm
    Film-Verleih Concorde Filmverleih
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 108 Minuten
    Kinostart 29. März 2018