Taxi Teheran

    Aus Film-Lexikon.de

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    Ein Taxi fährt durch die lebhaften Straßen Teherans. Die wechselnden Fahrgäste erzählen freimütig, was sie umtreibt: ein Filmschmuggler vertickt die neueste Staffel von „The Walking Dead“ und Filme von Woody Allen, zwei alte Frauen wollen Goldfische in einer Quelle aussetzen und ein vorlautes kleines Mädchen erklärt ihren Anspruch auf Frappuccino und ihre Nöte beim Verwirklichen eines Kurzfilmprojekts für die Schule.

    Am Steuer sitzt der Regisseur selbst, der 2010 wegen „Propaganda gegen das System“ zu einem 20-jährigen Berufsverbot verurteilt wurde, und nun geheimnisvoll lächelnd einen neuen Film kreiert. Denn eine auf dem Armaturenbrett versteckte Kamera hält alles fest…




    Filmstab

    Regie Jafar Panahi
    Drehbuch Jafar Panahi
    Kamera Jafar Panahi
    Schnitt Jafar Panahi
    Produktion Jafar Panahi

    Kritiken

    www.berliner-zeitung.de Anke Westphal: Im Kosmos des Kleinkraftwagens, bei der Fahrt zu diversen Zielen spiegelt sich also die iranische Gesellschaft in ihrer Vielfältigkeit. Eine am Schaltbrett des Taxis montierte Mini-Kamera nimmt alles und jeden auf: zufällige Begegnungen, die quasi dokumentiert werden, ebenso wie offensichtlich inszenierte Szenen. Einiges ist von höchstem Unterhaltungswert.

    www.filmstarts.de Michael Meyns: In seinem dritten unter Berufsverbot gedrehten Film „Taxi Teheran“ zeichnet der iranische Regisseur Jafar Panahi ein weiteres vielschichtiges Porträt der iranischen Gesellschaft und trotzt den Repressalien, denen er ausgesetzt ist, mit feinem Humor.


    www.taz.de Ekkehard Knörer: Bewundernswert, wie Panahi hier und in vielen anderen Szenen zugleich zutiefst realistisch und ausgefuchst metafiktional und selbstreflexiv erzählt. Das sind die beiden großen Traditionen des iranischen Kinos: So wie Panahi in "Taxi", mit einer solchen Souveränität und Leichtigkeit, hat sie bislang noch keiner verbunden.