Syriana

    Aus Film-Lexikon.de

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    Der altgediente CIA-Agent Bob Barnes sieht nach einer langen und ehrenvollen Karriere seinem baldigen Ruhestand entgegen. Sein Sohn geht demnächst aufs College, und Bob hofft, den Rest seines Arbeitslebens gemütlich hinter einem Schreibtisch zu verbringen. Als engagiertes Mitglied seines Teams glaubt Bob nach wie vor fest daran, dass er mit seiner Tätigkeit dem Staat dient und somit die Sicherheit seiner Heimat gewährleistet. Bei Bobs letztem Auftrag, der Ermordung zweier Waffenhändler in Teheran, gerät eine Stinger-Rakete in die Hände eines geheimnisvollen blauäugigen Ägypters.

    Bei Bobs Rückkehr nach Washington verspricht man ihm eine Beförderung, wenn er einen letzten Undercover-Auftrag ausführt: Er soll Prinz Nasir ermorden. Doch dann lässt ihn einer seiner Gewährsleute vor Ort im Stich, und das Attentat erweist sich als schrecklicher Fehlschlag – Bob steht als Sündenbock am Pranger der CIA: Er wird von jener Organisation verraten, der er sein Leben gewidmet hat. Er versucht zu begreifen, was passiert ist. Und er merkt, dass man ihn belogen und als Schachfigur hin- und hergeschoben hat: Seit Jahren hat er blindlings Aufträge ausgeführt, ohne die wahren Motive zu kennen.

    Bennett Holiday arbeitet als ehrgeiziger Anwalt in der Kanzlei Sloan Whiting – ihm fällt die heikle Aufgabe zu, das Connex-Killen-Übernahmeverfahren durch die Untiefen von Washington zu lotsen. Er muss dem Justizministerium genug Material zuschanzen, damit es in Bezug auf die undurchsichtigen Killen-Manöver in Kasachstan etwas in der Hand hat. Aber andererseits darf der gesamte Deal dadurch nicht gefährdet werden. Denn im Interesse der Firma und des Landes muss die Übernahme genehmigt werden. Und Bennetts eigene Ambitionen spielen ebenfalls eine Rolle – Pläne, die sein Vater unterstützt, obwohl sich die beiden ständig in den Haaren liegen.



    Filmstab

    Regie Stephen Gaghan
    Drehbuch Stephen Gaghan
    Vorlage nach dem Buch "Der Niedergang der CIA" von Robert Bear
    Kamera Robert Elswit
    Schnitt Tim Squyres
    Musik Alexandre Desplat
    Produktion Jennifer Fox, Michael Nozik, Georgia Kacandes

    Darsteller

    Bob Barnes George Clooney
    Dean Whiting Christopher Plummer
    Bennett Holiday Jeffrey Wright
    Stan Goff William Hurt
    Prinz Nasir Alexander Siddig
    Jimmy Pope Chris Cooper
    Tommy Barton Robert Foxworth
    Sydney Hewitt Nicky Henson
    Riley Woodman Nicholas Art
    Bryan Woodman Matt Damon
    Julie Woodman Amanda Peet
    Robby Baer Max Minghella

    Kritiken

    film-dienst 4/2006: Kein eingängiger, aber ein packender Film, dessen komplizierte Sachverhalte sich erst allmählich erschließen, und der dank großartiger Schauspieler und einer herausragenden Regie fesselnd unterhält.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    Oscar.jpg 2005 Bester Nebendarsteller George Clooney
    nom 2005 Bestes Originaldrehbuch Stephen Gaghan (Story & Screenplay)