Suffragette - Taten statt Worte

    Aus Film-Lexikon.de

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    1903 gründete Emmeline Pankhurst (Meryl Streep) in Großbritannien die „Women’s Social and Political Union“, eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks auf sich aufmerksam machte.

    Neben dem Wahlrecht kämpften sie für die allgemeine Gleichstellung der Frau und für heute so selbstverständliche Dinge wie das Rauchen in der Öffentlichkeit. Die sogenannten „Suffragetten“ waren teilweise gezwungen in den Untergrund zu gehen und ein gefährliches Katz und Maus-Spiel mit dem immer brutaler zugreifenden Staat zu führen.

    Es waren größtenteils Arbeiterfrauen, die festgestellt hatten, dass friedliche Proteste keinen Erfolg brachten. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles zu verlieren – ihre Arbeit, ihr Heim, ihre Kinder und ihr Leben. Maud (Carey Mulligan) war eine dieser mutigen Frauen. Fesselnd wie ein Thriller erzählt SUFFRAGETTE die spannende und inspirierende Geschichte ihres herzzerreißenden Kampfs um Würde und Selbstbestimmung.




    Filmstab

    Regie Sarah Gavron
    Drehbuch Abi Morgan
    Kamera Eduard Grau
    Schnitt Barney Pilling
    Musik Alexandre Desplat
    Produktion Alison Owen, Faye Ward

    Darsteller

    Emmeline Pankhurst Meryl Streep
    Maud Watts Carey Mulligan
    Edith Ellyn Helena Bonham Carter
    Inspector Arthur Steed Brendan Gleeson
    Violet Miller Anne-Marie Duff
    Sonny Watts Ben Whishaw
    Alice Haughton Romola Garai
    Benedict Haughton Samuel West

    Kritiken

    www.critic.de Manon Cavagna: Die britische Regisseurin Sarah Gavron setzt der Bewegung für das Frauenwahlrecht ein gut gemeintes Denkmal. Der deutsche Zusatztitel des Films deutet aber schon an, warum es ein unzulängliches sein könnte.

    www.epd-film.de Katharina Grimnitz: Wirklich interessant wird »SUFFRAGETTE« erst im letzten Akt, als die Frauen schließlich das glauben tun zu müssen, dessen sie von Anfang an verdächtigt wurden: ein Attentat begehen. Bei aller Ermüdung durch die nie mehr als konventionelle Erzählweise muss man dem Film am Ende zugestehen, dass er dankenswerterweise zeigt, mit wie viel Gewalt auf beiden Seiten auch der Kampf um die Frauenrechte verbunden war.

    www.filmstarts.de Christoph Petersen: Emotional kraftvolles, thematisch nach wie vor hochaktuelles, oscarwürdig gespieltes, aber auch arg schematisches Historiendrama.


    Wertungen

    3.5 Sterne
    4 Bewertungen
    Original Suffragette
    Jahr/Land 2015 / Großbritannien
    Genre Historienfilm / Drama
    Film-Verleih Concorde Filmverleih
    FSK ab 12 Jahre
    Laufzeit 107 Minuten
    Kinostart 04. Februar 2016