Straight Shooter

    Aus Film-Lexikon.de

    Die Grenzwerte sind überschritten, meinst Volker Bretz, der während seiner Zeit in der Fremdenlegion den Kampfnamen "Straight Shooter" erhielt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen persönlichen Rachefeldzug gegen die Betreiber eines Kernkraftwerks zu richten, die er für den Tod seiner Tochter verantwortlich macht. Drei Menschen starben bereits von seiner Hand - und jeden Tag soll ein weiterer folgen, solange der Reaktor Atar II nicht abgeschaltet wird. Längst streckt die Polizei die Waffen vor den Taktiken des Shooter. Nur seinem ehemaligen Ausbilder Frank Hector, der aus London eingeflogen wird, traut man zu, den Shooter zu überlisten. Ihm zur Seite steht die attraktive Oberstaatsanwältin Regine Toelle, für die Hector sehr schnell nicht nur beruflich Interesse zeigt. Die Oberstaatsanwältin selbst ist Mutter eines kleinen Jungen und kann nur allzu gut die Zerissenheit und Wut von Volker Bretz verestehen, doch sie steht auf der Seite des Gesetzes und mit mit Frank Hector ihre ganze Kraft und Energie daran setzen, ein weiteres Morden schnellstmöglich zu verhindern ...



    Filmstab

    Regie Thomas Bohn
    Drehbuch Thomas Bohn
    Kamera Peter von Haller
    Schnitt Norbert Herzner
    Musik Ulrich Reuter
    Produktion Joseph Vilsmaier, Hanno Huth für Perathon / Senator Film

    Darsteller

    Frank Hector Dennis Hopper
    Volker Bretz / Straight Shooter Heino Ferch
    Oberstaatsanwältin Regina Toelle Katja Flint
    Kriminalrat Andreas Berndt Jürgen Schornagel
    Innenministerin Lena Hoelldobler Hannelore Hoger
    Staatssekretär Markus Paufler Ulrich Mühe
    Kriminalhauptkommissar Ingolf Pasternak Bernhard Bettermann

    Kritiken

    Dirk Jasper: "Straight Shooter" ist ein kompromißloser Psychokrimi über das Duell zweier Männer, die einst zusammen durch die Hölle gingen und Jahre später - auf verschiedenen Seiten des Gesetzes - erneut zusammengeführt werden. Konsequente Spannung und eine präzise Psychologie machen die Geschichte des "Straight Shooter", der aus Schmerz um den Verlust seiner Familie zum bedingungslosen Rächer wird, zu einem packenden Kinoerlebnis.

    TV Movie 07/1999: Dennis Hopper als Jäger spielt wie meistens brillant. Heino Ferch wirkt leicht hilflos in seinem Versuch, grimmiger zu gucken als Bruce Willis. Er hat es aber auch schwer, denn die eigentliche Rache-Story verschwindet bald hinter teuren Explosionen und Leichenbergen.

    kultur SPIEGEL 04/1999: Der Titelheld ist ein amoklaufender Ex-Fremdenlegionär (Heino Ferch), die Gegenspieler sind sein ehemaliger Ausbilder (Dennis Hooper) und die integre Staatsanwältin (Katja Flint). Das schlichte Drehbuch läßt die Darsteller ins Leere schwätzen, und die Industriebranchen des Ruhrgebiets sind als Location auch nicht sehr originell. Nachgeäffte Amerikanismen schaffen noch keinen deutschen Action-Film.