Stolperstein

    Aus Film-Lexikon.de

    Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in über 300 Orten Deutschlands, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

    Aufschlussreiche Dokumentation über Gunter Demnig und seine Aktion "Stolpersteine", in der Dörte Franke dem Künstler quer durch Deutschland folgt. Reaktionen von Anrainern, Politikern und Angehörigen der Opfer sorgen für ergiebige Emotionen in einem bewegenden Beitrag.



    Filmstab

    Regie Dörte Franke
    Drehbuch Dörte Franke
    Kamera Börres Weiffenbach
    Schnitt Jana Teuchert
    Musik Andreas Hornschuh, Matthias Hornschuh
    Produktion Andrea Ufer, Michael P. Aust, Gunter Hanfgarn, Dagmar Niehage

    Kritiken

    kino.de: Aufschlussreiche Dokumentation über Gunter Demnig und seine Aktion "Stolpersteine", in der Dörte Franke dem Künstler quer durch Deutschland folgt. Reaktionen von Anrainern, Politikern und Angehörigen der Opfer sorgen für ergiebige Emotionen in einem bewegenden Beitrag.

    kino-zeit.de: Eindrucksvoll und ruhig macht Stolperstein deutlich, wie machtvoll, einfach und effektiv ein Gedenken abseits der offiziellen Akte und Mahnmale sein kann – wenn es in unseren Alltag eindringt und die Schritte der Passanten verlangsamt. Denn das Vergessen setzt erst dann ein, wenn die Namen der Opfer nicht mehr existieren.

    film.de: „Stolperstein“ ist sowohl Künstlerporträt als auch Roadmovie. (...) Der Film begleitet den rastlosen Künstler auf seinen Touren durch Deutschland und Europa und führt uns zu Menschen, bei denen diese Steine auf ganz unterschiedliche Weise einen Nerv treffen.