Stoker

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    Als India Stoker (Mia Wasikowska) an ihrem 18. Geburtstag ihren Vater und besten Freund Richard (Dermot Mulroney) durch einen tragischen Autounfall verliert, bricht für sie eine Welt zusammen. Vorbei ist es mit dem ruhigen Leben auf dem abgelegenen Besitz der Familie. Die höchst sensible India legt fortan ein passives Verhalten an den Tag, um die tiefen Gefühle und ihre verstärkte Wahrnehmungsgabe zu schützen, die nur ihr Vater verstand.

    Bald darauf findet sich India zum lange verschollenen Bruder ihres Vaters Charlie (Matthew Goode) hingezogen, der unerwartet auf der Beerdigung Richards auftaucht und beschließt, ein paar Tage bei ihr und ihrer emotional instabilen Mutter Evie (Nicole Kidman) zu bleiben. Zunächst misstraut India ihrem charmanten, aber mysteriösen Onkel, gleichzeitig fasziniert er sie jedoch und sie merkt auch, wie viel sie beide gemein haben.

    Schritt für Schritt öffnet sich Charlie seiner Nichte, India lässt sich zunehmend von seinem Charme betören und merkt allmählich, dass sein Erscheinen kein Zufall war. Unter der Führung ihres Onkels wird sie sich in der Folge ihrem ungewöhnlichen Schicksal stellen.





    Filmstab

    Regie Chan-wook Park
    Drehbuch Wentworth Miller
    Kamera Chung Chung-hoon
    Schnitt Nicolas De Toth
    Musik Clint Mansell
    Produktion Ridley Scott, Tony Scott, Michael Costigan

    Darsteller

    Chris Pitts Lucas Till
    India Stoker Mia Wasikowska
    Evelyn Stoker Nicole Kidman
    Charlie Stoker Matthew Goode
    Richard Stoker Dermot Mulroney
    Tante Gwendolyn Jacki Weaver
    Whip Taylor Alden Ehrenreich
    Sheriff Howard Ralph Brown

    Kritiken

    www.filmstarts.de: Christoph Petersen: Spannend, ein bisschen verrückt, großartig gespielt und noch großartiger inszeniert – Kultregisseur Park Chan-wook liefert mit seinem Hollywoodeinstand „Stoker" die ultimative Hitchcock-Hommage.

    www.wolframhannemann.de: Mia Wasikowska, Nicole Kidman und Matthew Goode überzeugen als undurchschaubare Figuren in diesem Spiel um Eifersucht, Lust, Jäger und Opfer. Fazit: ein Geheimtipp!

    www.wlfilms.de: Tim Lindemann: Einen Film wie ″Stoker″ hat man vielleicht wirklich noch nie gesehen, hier scheint, auf der fiktiven wie inszenatorischen Ebene, vieles nicht zusammenzupassen. Das mag manche Zuschauer zu Recht frustrieren, ist Chan-Wook von der perversen Perfektion seiner koreanischen Filme doch meilenweit entfernt; andererseits wird ″Stoker″ gerade so zu einem visuell meisterhaften und meisterhaft merkwürdigen Sex-Märchen, das gängige Kategorisierungen sprengt.