Steven Spielberg

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanischer Filmregisseur, -produzent und Drehbuchautor; * 18. Dezember 1946 in Cincinnati, Ohio

    Steven Spielberg avancierte durch spektakuläre und fantasievolle Filmproduktionen zum wohl gefeiertsten Filmemacher der Welt. Er ist als Regisseur oder Produzent an sechs der 20 erfolgreichsten Filme aller Zeiten beteiligt. Bis heute bleibt er seinem Prinzip treu, im Wechsel sowohl anspruchsvolle als auch hauptsächlich unterhaltende Filme zu drehen.

    Spielbergs Vater war Computer-Wissenschaftler, seine Mutter Musikerin. Seine Schwester Anne war in den 1980er Jahren als Produzentin und Drehbuchautorin erfolgreich. Aufgewachsen in den Vorstädten von Haddonfield, New Jersey, und Scottsdale, Arizona, drehte er bereits mit zwölf Jahren seinen ersten Film, dem er in seinen Teenagerjahren mehrere ambitionierte Amateurfilme folgen ließ. An der California State University in Long Beach studierte er später Film. Der 22-Minuten-Streifen "Amblin' " sorgte 1969 beim Atlanta Film Festival für Aufmerksamkeit. Das führte zu einem Sieben-Jahres-Vertrag mit Universal Pictures, womit er der jüngste Filmemacher war, der jemals von einem Major-Studio einen Vertrag erhalten hatte. Seinen ersten Kino-Film drehte er mit "Sugarland Express" (1974).

    Schon sein zweiter Kinofilm "Der weiße Hai" ("Jaws") wurde 1975 der bis dato größte kommerzielle Erfolg, eingeholt nur von Spielbergs eigenem "E. T. Der Außerirdische" ("E.T. - The Extra Terrestrial", 1981). Gemeinsam mit George Lucas, der als ausführender Produzent fungierte, drehte Steven Spielberg dann ab 1981 die legendäre India-Jones-Filmreihe mit Harrison Ford. 1993 inszenierte er "Jurassic Park", der erneut zum bis dahin erfolgreichsten Film aller Zeiten avancierte.

    Dass Steven Spielberg auch schwierige Themen filmisch behandeln kann, beweisen seine Filme "Schindlers Liste" ("Schindler's List", 1994), ausgezeichnet mit sieben Oscars, darunter die Oscars für Besten Film und Beste Regie für Spielberg, und der Kriegsfilm "Der Soldat James Ryan" ("Saving Private Ryan", 1998; mit Tom Hanks), der fünf Oscars erhielt, darunter erneut den Regie-Oscar für Spielberg.

    Auch als Produzent ist Spielberg außerordentlich erfolgreich: 1984 gründete er die Produktionsfirma Amblin Entertainment und 1994 war er gemeinsam mit Jeffrey Katzenberg und David Geffen Mitgründer von Dreamworks SKG. Zu den von Spielberg bislang produzierten Filmen gehören z. B. die "Zurück in die Zukunft"-Trilogie ("Back to the Future", 1985-1990; mit Michael J. Fox), der Gruselfilm "Poltergeist" (1982), das Filmdrama "Die Farbe Lila" ("The Color Purple", 1985; mit Whoopi Goldberg), der Science-Fiction-Film; Künstliche Intelligenz" ("Artificial Intelligence: AI", 2001) und die Gaunerkomödie "Catch Me If You Can" (2002; mit Leonardo DiCaprio. Seine erste Regiearbeit für Dreamworks war "Amistad" (1997), die Verfilmung einer wahren Geschichte über ein Sklavenschiff.

    Steven Spielberg erhielt neben seinen drei Oscars zahlreiche internationale Auszeichnungen, unter anderem den "Life Achievement Award" des amerikanischen Filminstituts für lebenslange Verdienste im Filmgeschäft. 2001 wurde er von Königin Elisabeth II. geadelt. Da er kein britischer Staatsbürger ist, darf sich Spielberg allerdings nicht "Sir" nennen, wohl aber "Knight of the British Empire".


    Filmografie - Darsteller


    Filmografie - Regisseur


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1993 Beste Regie Schindlers Liste
    Oscar.jpg 1998 Beste Regie Der Soldat James Ryan
    nom 1981 Beste Regie Jäger des verlorenen Schatzes
    nom 2005 Beste Regie --
    nom 1982 Beste Regie --
    nom 1977 Beste Regie Unheimliche Begegnung der dritten Art
    nom 2012 Beste Regie Lincoln