Steven Soderbergh

    Aus Film-Lexikon.de

    US-amerikanischer Filmregisseur; * 14. Januar 1963 in Baton Rouge, Louisiana

    Als Sohn eines Universitätsprofessors strebte Soderbergh zunächst eine Karriere als Baseballspieler an. Im Alter von etwa 16 Jahren begann er jedoch, sein Interesse für das Kino zu entdecken und belegte, obwohl noch in der High School, Film-Seminare an der Universität. Als er die Schule abschloss, hatte er bereits viel über Filmtechniken und das Kino überhaupt gelernt und weigerte sich deshalb, eine Filmhochschule zu besuchen. 1989 wurde sein Regiedebüt "Sex, Lügen und Video" ("Sex, Lies and Videotape") auf den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Der damals 26-jährige Regisseur bemerkte zu der Auszeichnung trocken, dass es nun nur noch bergab gehen könne, was sich für seine nächsten Filme, die allesamt wenig Erfolg hatten, auch bewahrheitete.

    Erst als ihm die Regiearbeit für den Gangsterfilm "Out of Sight" (1998) angeboten wurde, wendete sich das Blatt für Soderbergh wieder zum Besseren, und er wurde von Kritikern wie von Zuschauern in gleichem Maße gelobt. "Erin Brockovich" (2000), in dem eine alleinerziehende Mutter (gespielt von Julia Roberts, die für diese Rolle den Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt) einen Umweltskandal aufdeckt und damit vor Gericht zieht, wurde ein großer Publikumserfolg. Für den Drogenkrimi "Traffic" (2000) erhielt Soderbergh den Oscar für die beste Regie. "Ocean's Eleven", das Remake von "Frankie und seine Spießgesellen" (1960), mit Stars wie George Clooney, Brad Pitt und erneut Julia Roberts in den Hauptrollen, hatte ebenso wie die beiden Fortsetzungen erneut großen kommerziellen Erfolg.


    Filmografie - Regisseur


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 2000 Beste Regie Traffic - Die Macht des Kartells
    nom 2000 Beste Regie Erin Brockovich
    nom 1989 Bestes Originaldrehbuch --