Stadt der Engel

    Aus Film-Lexikon.de

    Der Engel Seth, dem die Erfüllung seiner himmlischen Pflichten in Los Angeles zur Routine geworden ist, lernt die Herzchirurgin Dr. Maggie Rice kennen: Maggie wird durch den unerklärlichen Tod eines Patienten auf dem Operationstisch tief verunsichert. Eigentlich erscheint Seth im Operationssaal, um den Sterbenden ins Jenseits zu begleiten. Aber er verliebt sich in Maggie, er seht sich nach der sinnlichen Welt, die er zwar beobachten, aber nicht selbst (be-)greifen kann. Schließlich geht er das Risiko ein, ihr sichtbar entgegenzutreten. Dadurch verwandelt er sich vom körperlosen guten Geist in einen undurchschaubaren Fremden. Maggie fühlt sich von Seth seltsam angezogen, aber wie kann sie diesen perfekten Mann ohne Vergangenheit lieben, der die Grundfesten ihrer Überzeugung erschüttert? Durch Seth ist Maggie verletzlich, verwundbar geworden. Aber all das wird im Rausch der Sinne weggewischt. Seths aufrichtige Liebe zu Maggie, sein intensives Bedürfnis, ihr Leben voll und ganz zu teilen, stellt ihn notwendigerweise vor die Entscheidung, seine Engelsexistenz aufzugeben und ganz Mensch zu werden: statt Unsterblichkeit das Chaos des Lebens - wunderbar, aber unerbittlich ...



    Filmstab

    Regie Brad Silberling
    Drehbuch Dana Stevens
    Vorlage Film "Der Himmel über Berlin" von Wim Wenders
    Kamera John Seale
    Schnitt Lynzee Klingman
    Musik Gabriel Yared
    Produktion Dawn Steel, Charles Roven für Regency Pictures

    Darsteller

    Seth Nicolas Cage
    Maggie Meg Ryan
    Cassiel Andre Braugher
    Messinger Dannis Franz
    Jordan Colm Feore
    Anne Robin Bartlett
    Teresa Joanna Merlin
    Susan Sarah Dampf
    Susans Mutter Rhonda Dotson
    Doctor Nigel Gibbs

    Kritiken

    Dirk Jasper: Meg Ryan und Nicolas Cage als neues Hollywood-Traumpaar in einem wundervollen Film von "Casper"-Regisseur Brad Silberling.

    TV Movie 15/1998: Puristen werden angesichts der glatten Bilder die Nase rümpfen - wie kann man nur Wim Wenders' sprödes Berlin-Melodram so verkitschen. Doch vergessen wir mal Wenders. Die Romantik der Geschichte ist und bleibt "unkaputtbar", Meg Ryan versprüht wie immer ihren Guter-Kumpel-Charme, und bei Nicolas' Dackelblick dürfte wirklich jede Zuschauerin schwach werden. Und Hand aufs Herz: Träumen wir nicht alle ab und zu von einer besseren Welt - und der ganz großen Liebe?

    TV Spielfilm 15/1998: Gefühlvoll, doch nie kitschig, unendlich poetisch und traurig - Eine kleine Perle im Filmeinerlei.