Spiel auf Zeit

    Aus Film-Lexikon.de

    "Fight Night" in Atlantic City! An einem stürmischen Abend kämpft Schwergewichts-Champion Tyler um den Titel, und als Ehrengast darf der protzige Detective Rick Santoro den Verteidigungsminister Charles Kirkland höchstpersönlich in "seiner" Stadt willkommen heißen. Dessen Sicherheitsberater ist Kevin Dunne, der älteste und beste Freund von Santoro, der im Gegensatz zu ihm eine blitzsaubere Offiziers-Karriere hingelegt hat. Doch die Wiesersehensfreude ist von kurzer Dauer als der Minister genau in dem Moment, in dem Dunne von einer Verdächtigen abgelenkt wird und der Champ überraschend zu Boden geht, erschossen wird. 14.000 Zuschauer werden mit einm Schlag zu Verdächtigen, Zeugen oder Komplizen - und Santoro läßt kurz entschlossen die gesamte Halle sperren. Inmitten dieses Chaos' konzentriert sich die Suche schnell auf eine mysteriöse junge Frau mit blonder Perücke, die unmittelbar vor dem Attentat mit dem Minister gesprochen hatte. In einem Wettrennen gegen die Zeit versucht Santoro aus Aussagen und Überwachungsbändern den Tathergang zu rekonstruieren. Doch je mehr Puzzleteile er zusammensetzt, desto tiefer dringt er ein in eine unglaubliche Verschwörung. Er muß erfahren, daß nichts ist, wie es scheint, und keiner der, der er zu sein vorgibt. Bis Santoro sich schließlich selbst mit seiner zwielichtigen Vergangenheit konfrontiert sieht ...



    Filmstab

    Regie Brian Palma
    Drehbuch David Koepp
    Vorlage Story von Brian de Palma, David Koepp
    Kamera Stephen H. Burum
    Schnitt Bill Pankow
    Musik Ryuichi Sakamoto
    Produktion Brian de Palma

    Darsteller

    Kevin Dunne Gary Sinise
    Rick Santoro Nicolas Cage
    Julia Costello Carla Gugino
    Gilbert Posell John Heard
    Lincoln Tyler Stan Shaw
    Lou Logan Kevin Dunn
    Jimmy George Michael Rispoli
    Charles Kirkland Joel Fabiani
    Ned Campbell David Anthony Higgins
    Mickey Alter Chip Zien

    Kritiken

    Dirk Jasper: Hitchcock-Epigone Brian de Palma hat nach zwei Jahre nach "Mission: Impossible" mit "Spiel auf Zeit" einen Suspense-Thriller voller Spannung und technischer Finesse geschaffen (Die furiose Eingangs-Sequenz besteht aus einer 20-minütigen Steadicam-Fahrt ohne Schnitt!).

    film-dienst 23/1998: Ein anstrengender, aber kunstfertiger Parforceritt, der mehr an der Form als am Inhalt interessiert ist.

    TV Spielfilm 24/1998: Guter Start, mieses Finish. Enttäuschend, denn von De Palma darf man mehr erwarten.