Special - Fast and Furious

    Aus Film-Lexikon.de

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    Rauchende Reifen, sexy Mädels in knappen Hotpants und spektakuläre Verfolgungsjagden mit tiefer gelegten Sportboliden – vor acht Jahren legte The Fast And The Furious einen rasanten Kinostart hin. Kritiker schüttelten fassungslos den Kopf, die Fans waren begeistert. Der Streifen spielte allein in den USA 140 Millionen Dollar ein und Vin Diesel gelang mit der Rolle des Autodiebs Dominic Toretto der endgültige Durchbruch in Hollywood. Mit Fast & Furious 4: Neues Modell. Originalteile. startete im April 2009 der vierte Teil.

    Noch während der erste Teil in den Kinos lief, wurde bereits an einer Fortsetzung gefeilt. Wobei die eigentlichen Attraktionen gar nicht die beiden Hauptdarsteller Vin Diesel und Paul Walker sind, sondern die hochgetunten Fahrzeuge. Diesem Konzept blieben die Filmemacher auch im zweiten Teil, der 2003 unter dem Titel 2 Fast 2 Furious in die Kinos kam, treu – auch mit neuer Besetzung:

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    Nach dem Ersterfolg wurden Regisseur Rob Cohen sowie Vin Diesel und Paul Walker Angebote für die Fortsetzung gemacht. Walker sagte zu, Cohen und Diesel lehnten hingegen ab. Vin Diesel war die Gage nicht hoch genug; R&B-Sänger und Schauspieler Tyrese Gibson trat also an seine Stelle.

    Für die Fortsetzung gab es sogar ein extra Casting – allerdings nur für die Boliden: Regisseur John Singleton suchte Fahrer, die ihre Autos zur Verfügung stellten. Mit einem Aufruf im Internet, der nur 36 Stunden vor dem Termin veröffentlicht worden war, traten die Filmemacher eine Blechlawine los – über 700 Autobesitzer machten sich auf den Weg nach Santa Monica und lösten damit einen kilometerlangen Stau aus.

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    Die Handlung folgt dem Erfolgsrezept des Vorgängers: wilde, spektakuläre Verfolgungsjagden, ein paar coole Sprüche und Autos, die vorgeführt werden, um anschließend als Schrott zu enden. Das Erfolgsmodell "nur Konzept, kein Inhalt" brachte dem Film eine Nominierung für die Goldene Himbeere, noch mehr Fans und spülte den Filmemachern allein in den USA 130 Millionen US-Dollar in die Kassen – eine Summe, die der dritte Teil, der in Tokio spielt, nicht ansatzweise erreichen konnte.

    Und das lag nicht nur daran, dass auch Paul Walker für The Fast and the Furious: Tokyo Drift nicht mehr aufs Gaspedal steigen wollte. Der Film floppte, da nicht einmal die Actionszenen überzeugen konnten: Die Wagen fahren entweder durch Parkhäuser oder auf abgelegenen Rennparcours mehr oder weniger im Kreis statt durch die Innenstadt Tokios. Die Kritiker prophezeiten gleich nach dem Anlaufen des Streifens, dass sich die Macher damit endgültig ausgebremst hätten.

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    Das soll nun widerlegt werden: Mit Fast & Furious 4: Neues Modell. Originalteile. startet im April 2009 der vierte Teil. Produzent Neal Moritz kann dieses Mal wieder auf altbewährtes setzen: Vin Diesel ist zurück und liefert sich mit seinem alten Rivalen Paul Walker erneut irrwitzige Verfolgungsorgien. Die treuen Fans dürften an dieser Fortsetzung ihre wahre Freude haben. Regisseur Justin Lin knüpft inhaltlich direkt an das Original an. Weniger Autoshow im Kreisel, dafür mehr raue Actionszenen auf den Straßen von L.A. oder in der Wüste Mexikos – Explosionen und gecrashte Karossen garantiert.

    Kinostart in Deutschland: 2. April

    Zu den Filmen
    Fast & Furious 4: Neues Modell. Originalteile.
    The Fast and the Furious: Tokyo Drift
    2 Fast 2 Furious
    The Fast And The Furious