Sophiiiie!

    Aus Film-Lexikon.de

    Sophie ist Anfang zwanzig, führt ein unspektakuläres Großstadtleben mit Freund, Job, Wochenendparties - und ist schwanger. Sie hat keine Ahnung vom wem, sondern weiß nur, dass ihr Freund Manuel mit Sicherheit nicht der Vater ist. Manuel wird sich mit jeder Situation arrangieren, egal, wie Sophie sich entscheidet. Doch genau das ist ihr Problem! Um der eigenen Unsicherheit endlich ein Ende zu bereiten, setzt sich Sophie durch einen Abtreibungstermin selbst ein Ultimatum. Sie hat nur noch eine Nacht, um sich über ihre Beziehung, die Schwangerschaft und ihr weiteres Leben Klarheit zu verschaffen. In dieser Nacht klaut Sophie ihrem Freund das Motorrad und rast selbstmörderisch durch die Stadt. Zu ihrer eigenen Überraschung mit kommt sie mit heiler Haut davon und gibt dann erst richtig Gas: Pfeilgerade und mit der Wucht eines Steinschlags poltert Sophie durch eine marode Nacht- und Männerwelt - immer auf der verzweifelten Suche nach sich selbst. Als Sophie endlich weiß, was sie will und die rasende Achterbahnfahrt stoppen möchte, versagen die Bremsen ...



    Filmstab

    Regie Michael Hofmann
    Drehbuch Michael Hofmann
    Kamera Christopher Rowe, Detlev Schneider
    Schnitt Martina Matuschewski
    Produktion Cordula Kablitz-Post für avanti media fiction, Mark Gläser für Spiel o Film

    Darsteller

    Mann mit Toupet Martin Brambach
    Sophie Katharina Schüttler
    Manuel Alexander Beyer
    Taxifahrer Aziz Ercan Durmaz
    Lieferwagenfahrer Josef Ostendorf
    Gigi Gerd Wameling
    Toby Robert Stadlober
    Alter Mann Traugott Buhre

    Kritiken

    Dirk Jasper: Sophiiiie! ist ein so rigoroses wie liebevolles Porträt eines Menschen im Ausnahmezustand.

    film-dienst 12/2003: Eine drastische, ganz von der Intensität und Überzeugungskraft der Hauptdarstellerin geprägte Fallstudie, die sich der Gefahr aussetzt, in Naivität und koketter Larmoyanz zu versinken, im nächsten Moment aber durch intensive und beklemmende Momente seelischer Verzweiflung betroffen macht.

    TV Today 12/2003: Die taumelnden Bilder strengen den Zuschauer an, vermitteln jedoch eindringlich Sophies Gefühlschaos - und Katharina Schüttlers intensive und wahrhaftige Darstellung ist absolut sehenswert.