Sophie Scholl - Die letzten Tage

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    Februar 1943: Bei einer Flugblatt-Aktion gegen die Nazi-Diktatur wird die junge Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Universität verhaftet. Tagelange Verhöre bei der Gestapo entwickeln sich zu Psycho-Duellen zwischen der Studentin und dem Vernehmungsbeamten Robert Mohr.

    Sophie kämpft zunächst um ihre Freiheit und um die ihres Bruders, stellt sich schließlich durch ihr Geständnis schützend vor die anderen Mitglieder der "Weißen Rose" und schwört ihren Überzeugungen auch dann nicht ab, als sie dadurch ihr Leben retten könnte ...



    Filmstab

    Regie Marc Rothemund
    Drehbuch Fred Breinersdorfer
    Kamera Martin Langer
    Schnitt Hans Funck
    Musik Reinhold Heil, Johnny Klimek
    Produktion Fred Breinersdorfer, Sven Burgemeister, Christoph Müller, Marc Rothemund

    Darsteller

    Sophie Scholl Julia Jentsch
    Hans Scholl Fabian Hinrichs
    Robert Mohr Alexander Held
    Else Gebel Johanna Gastdorf
    Richter Dr. Roland Freisler André Hennicke
    Christoph Probst Florian Stetter
    Alexander Schmorell Johannes Suhm
    Willi Graf Maximilian Brückner
    Robert Scholl Jörg Hube
    Magdalena Scholl Petra Kelling
    Werner Scholl Franz Staber
    Gisela Schertling Lilli Jung

    Kritiken

    Dirk Jasper: Sophie Scholl – Die letzten Tage ist das sensible Porträt einer 21-jährigen, lebensfrohen Studentin, die für die Idee der „Weißen Rose“ zum Tode verurteilt wurde. Der Film schildert die letzten sechs Tage (17. bis 22. Februar 1943) im Leben von Sophie Scholl aus ihrer persönlichen Perspektive. Durch ihr Aufbegehren gegen den Nationalsozialismus wurden Sophie Scholl, Hans Scholl, Christoph Probst und alle anderen Mitglieder der Widerstandsgruppe zum Inbegriff für Zivilcourage, für einen friedlichen Kampf gegen Gewaltherrschaft und Unterdrückung. Der Film hält sich – so weit es geht – streng an die historischen Fakten (Original-Vernehmungsprotokolle), ist aber als Spielfilm geschrieben und inszeniert. Mit Feinfühligkeit und erfrischend unverkrampftem Blick auf die Geschichte gelingt es dem jungen Regisseur Marc Rothemund („Die Hoffnung stirbt zuletzt“), die fast schon mythische Identifikationsfigur Sophie Scholl wieder zum Leben zu erwecken.

    film-dienst 04/2005: Nicht zuletzt durch das großartige Spiel der Darsteller ein erschütterndes Zeitdokument.