Son Of Saul

    Aus Film-Lexikon.de

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    Oktober 1944, Vernichtungslager Auschwitz

    Saul Ausländer ist Mitglied des Sonderkommandos. Einer Gruppe ausgewählter Häftlinge, die dabei hilft die Vernichtungsmaschine der Nazis am Laufen zu halten. Während seiner Arbeit im Krematorien findet er einen toten Jungen, den er für seinen Sohn hält.

    Das Sonderkommando plant indes einen Aufstand, so sieht Saul eine Chance seinen Jungen vor den Flammen zu retten und ihn nach jüdischem Glauben mit dem Segen eines Rabbis zu beerdigen.




    Filmstab

    Regie László Nemes
    Drehbuch László Nemes
    Kamera Mátyás Erdély
    Schnitt Matthieu Taponier
    Musik László Nemes
    Produktion Gábor Sipos, Gábor Rajna

    Darsteller

    Saul Ausländer Géza Röhrig
    Dr. Miklos Nyiszli Sándor Zsótér
    Feigenbaum Marcin Czarnik
    Abraham Warszawski Levente Molnár
    Biedermann Urs Rechn
    Braun Todd Charmont

    Kritiken

    www.brutstatt.de Frank Schmidke: Wer sich dem Thema Holocaust emotional gewachsen fühlt, sollte diesen erschreckenden, verstörenden, großartigen und intensiven Film nicht verpassen, zumal noch nicht feststeht, ob und wann „Son of Saul“ in Deutschland in die Kinos kommt.

    www.filmstarts.de Michael Meyns: Mit einer radikalen Form, erstaunlichem Stilwillen und bemerkenswerter Konsequenz schildert Lászlo Nemes in seinem Regiedebüt „Son of Saul“, wie ein Mann den Schrecken der Vernichtungslager eine menschliche Geste entgegenzusetzen versucht. Ein wahrlich ergreifender Film.

    www.critic.de Michael Kienzl: Und die Inszenierung, die keine schützende Distanz zulässt, schafft es schließlich auch trotz ausgestelltem Formalismus, dass uns das, was wir sehen, in Mark und Bein erschüttert. Nicht durch Ereignisse oder Erzählungen, sondern durch die Textur eines Vernichtungslagers.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2015 Bester fremdsprachiger Film László Nemes