Sommer in Orange

    Aus Film-Lexikon.de

    13421 Poster.jpg

    1980: Die Erleuchtung kommt nach Talbichl. Die Bhagwan-Anhängerin Amrita zieht mit ihren Kindern Lili und Fabian gemeinsam mit ihrer WG aus Berlin in die bayerische Provinz. Urschrei-Therapie und Vollkornschrot treffen auf Schützenverein und festgefügte Horizonte. Zu allem Überfluss beginnen die Sannyasins auch noch, ein „Therapiezentrum“ im Dorf aufzubauen und das ruhige Leben ist dahin. Das Misstrauen in der Dorfgemeinschaft gegenüber den „Fremdlingen“ wächst unaufhaltsam und ausgerechnet Amritas Tochter Lili gerät zwischen diese Fronten. Von den Mitschülern gemieden und ihrer Mutter allein gelassen, wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine ganznormale Familie. Und so beginnt Lili ein Doppelleben zu führen: Zu Hause trägt sie weiter Orange, lebt vegetarisch und reißt links-alternative Sprüche, in der Schule aber tauscht sie orange Pluderhosen gegen den Trachtenrock und betet mit den anderen das „Vater Unser“. Dieser Spagat zwischen Om und Amen kann nicht lange gut gehen ... Als Bhagwans rechte Hand anreist, um die „Buddhahalle“ der WG einzuweihen, kommt es beim Dorffest zum Eklat und auf einmal liegen sich alle buchstäblich in den Haaren. Am Ende stellt sich nicht nur Lili die Frage, wo sie eigentlich hingehört...




    Filmstab

    Regie Marcus H. Rosenmüller
    Drehbuch Ursula Gruber
    Kamera Stefan Biebl
    Schnitt Georg Söring
    Musik Gerd Baumann
    Produktion Georg Gruber, Andreas Richter, Anni Brunner, Ursula Woerner

    Darsteller

    Herr Bürgermeister Heinz-Josef Braun
    Amrita Petra Schmidt-Schaller
    Gopal Oliver Korritke
    Leela Brigitte Hobmeier
    Siddharta Georg Friedrich
    Prakash Chiem van Houweninge

    Kritiken

    bummelkino.de: "SOMMER IN ORANGE ist sehenswertes Unterhaltungskino aus Deutschen Landen, das – wenn auch nur in sanften Zwischentönen – die Toleranzfrage in unserer Gesellschaft in diese amüsante Schlacht der Kulturen geschickt einflechtet".

    filmrezension.de: [...] sprachliche Missverständnisse und überspitzte Klischees charakterisieren den angepassten Humor der Heimatposse, die beim Versuch fremde Ressentiments zu enthüllen unfreiwillig ihre eigenen offenbart."