Solaris

    Aus Film-Lexikon.de

    Dr. Chris Kelvin wird beauftragt, das unerklärliche Verhalten einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern auf der Raumstation Prometheus zu untersuchen, die den Kontakt zur Erde vollständig abgebrochen hat. Kelvin begibt sich auf die Raumstation, nachdem er eine Videoaufzeichnung seines engen Freundes Gibarian, dem Missionsleiter, gesehen hat. Er bittet Kelvin ihm an Bord der Prometheus zu Hilfe zu kommen, die Gründe hierfür möchte oder - kann er - nicht erklären.

    Chris Kelvin weiß, dass seine Analyse der Lage das Schicksal der Raumstation beeinflussen wird und er ist schockiert über das, was er bei seiner Ankunft dort vorfindet: Gibarian hat Selbstmord begangen und die zwei verbleibenden Wissenschaftler zeigen Anzeichen von extremem Stress und Paranoia, scheinbar ausgelöst durch die Erforschung des Planeten Solaris.

    Kelvin wird ebenfalls von den mysteriösen Ereignissen dieser einzigartigen Welt gefangen genommen. In gewisser Weise scheint Solaris ihm eine zweite Chance für seine große Liebe zu geben - die Möglichkeit, seiner vergangenen Beziehung, die ihn voller Schuld und Reue quält, einen anderen Verlauf zu geben. Aber kann er wirklich in die Vergangenheit zurückkehren und sie verändern? Oder ist er dazu verdammt, dieselben Fehler noch einmal zu machen?



    Filmstab

    Regie Steven Soderbergh
    Drehbuch Steven Soderbergh
    Vorlage Roman Solaris von Stanislaw Lem
    Kamera Peter Andrews
    Schnitt Mary Ann Bernard
    Musik Cliff Martinez
    Produktion James Cameron, Rae Sanchini, Jon Landau

    Darsteller

    Kelvin George Clooney
    Rheya Natascha McElhone
    Gordon Viola Davis
    Snow Jeremy Davies
    Gibarian Ulrich Tukur
    Suited Professional 1 John Cho
    Suited Professional 2 Morgan Rusler
    Gibarians Sohn Shane Skelton
    Mrs. Gibarian Donna Kimball
    Friend 1 Michael Ensign
    Friend 2 Elpidia Carrillo
    Patient 1 Kent Faulcon
    Patient 2 Lauren Cohn

    Kritiken

    Dirk Jasper: Steven Soderbergh, dessen Arbeit so unterschiedliche Filme wie den Oscar-prämierten Traffic sowie den Ensemble-Film Oceans Eleven umfassen, präsentiert seine einzigartige Vision von Solaris, eine Geschichte um Liebe, Wiedergutmachung und zweite Chancen. In Anlehnung an Stanislaw Lems Roman ist ihnen ein packendes Psychodrama gelungen: gleichzeitig ein Mystery-Abenteuer über einen geheimnisvollen Planeten voller ungeahnter Mächte, sowie eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die buchstäblich weit über den Tod hinaus geht. Von Steven Soderbergh als "eine Mischung aus 2001 - Odyssee im Weltraum und Der letzte Tango von Paris beschrieben, erwartet den Zuschauer ein faszinierendes Filmereignis, das die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft überschreitet.

    Rhein-Zeitung 7. März 2003: Soderbergh ist mit Solaris nicht nur einer seiner anspruchsvollsten Filme gelungen. Auch holte er aus dem smarten George Clooney eine beeindruckende schauspielerische Leistung heraus, der das bisweilen unspektakuläre Geschehen meisterhaft schultert. Die zunehmend verworrene Geschichte um Realitäten, Fiktion und trügerische Erinnerungen verlangt dem Zuschauer jede Menge Konzentration ab. Trotz des hohen Anspruchs und des Verzichts auf jeglichen Action-Firlefanz ist Soderbergh ein fesselndes SF-Drama gelungen, das durch den feinfühligen Einsatz von Emotion und Tiefgang besticht.

    film-dienst 05/2003: der des intellektuellen Autorenkinos.