Sieben Monde

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    Morde in der Stadt. An den Tatorten werden immer die selben Schuhabdrücke entdeckt. Und Haare von Tieren - Haare von Wölfen! Von Werwölfen? Eine Paranoia bricht aus: Monster sind unterwegs - Vollmond für Vollmond schlagen sie zu. Thomas Krömer, 32, hat andere Sorgen. Wie nur kann er es schaffen, endlich seinen Traum zu erfüllen, Schriftsteller zu werden. Und vor allem, wie er die attraktive Alexandra überzeugt, daß er der ideale Mann für sie ist und nicht nur der brüderliche Kumpel. Bis Krömer in einere Vollmondnacht hinterrücks von einem Tier angefallen wird. Ein leiser Zweifel macht sich bei ihm bemerkbar. Kann das Unmögliche doch möglich sein? Kann es so etwas wie Werwölfe letztendlich doch gegen? Nüchtern betrachtet: ausgeschlossen! Aber die irritationen häufen sich, Tag für Tag, und auch die Mordserie setzt sich in zyklischer Regelmäßigkeit fort. Und als Krömer sich schließlich mit der jüngsten Mordtat, dem brutalen Mord an seiner eigenen Großmutter, konfrontiert sieht, beginnt aus seinem leisen Zweifel handfeste Überzeugung zu werden. Und da es heißt, daß Werwölfe nach ihren Taten nicht wissen, was sie getan haben, beginnt die Suche. Was ist wirklich in der letzten Mordnacht passiert? Die Erkenntnisse, die Krömer dabei gewinnt, sind niederschmetternd. Indiz für Indiz scheint für seine Schuld zu sprechen - und damit für seine Andersartigkeit: die Bestie in ihm! Die nächste Vollmondnacht rückt näher. Was soll er tun? Den Bann des Werwolffluchs lösen, indem er sich innerhalb der Regeln des alten Werwolfrituals selbst umbringt? Allerdings hat der Glaube, eine Werwolf zu sein, nicht nur schlechte Seiten für Krömer. Ohne sein übliches Zaudern tritt er der Welt jetzt entgegen, traut sich Dinge, die zuvor undenkbar gewesen wären. Auch in der Liebe. Hin- und hergerissen zwischen der Beunruhigung, auf der einen Seite Maria als Bestie etwas antun zu können, und seiner neuen Lebenslust auf der anderen, entscheidet sich Krömer unterzutauchen, um den allerletzten Beweis seiner Verwandlung zu erhalten und zu dokumentieren. Wird er zum Werwolf, dann möchte er sterben. Passiert es nicht, stünde seinem Glück nichts mehr im Wege. Als er schließlich die ganze Wahrheit über sich und die Mordserie entdeckt, stockt ihm der Atem. Denn die Realität ist schlimmer als alle phantastischen Fabelwesen es jemals sein könnten. Und die Erkenntnis kommt fast schon zu spät, denn das Blatt hat sich gewendet: Krömer wird inzwischen von der Polizei als Werwolf gejagt und Alexandra schwebt in größter Lebensgefahr.



    Filmstab

    Regie Peter Fratzscher
    Drehbuch Nils-Morten Osburg
    Kamera Thomas Merker
    Schnitt Barbara Gies
    Musik Ali. N. Askin
    Produktion Herbert Rimbach für Avista Film / Roxy Film

    Darsteller

    Thomas Krömer Jan Josef Liefers
    Alexandra Katharina Zapatka
    Lektor Hans Eschenbach Ulrich Mühe
    Hauptkommissar Becker Christoph Waltz
    Hauptkommissar Graf Peter Lohmeyer
    Voss, der Nachbar Andreas Hoppe
    Lasinger Burkhard Driest
    Großmutter Tilly Lauenstein
    Gerichtsmediziner Borregard Horst Krause
    Verleger Heimo Bernbeck Michael Gwisdek
    Arzt Klaus Haderer
    Präparator Hans Paetsch
    Betrunkener Alexander Liegl
    Frau im Uhrladen Christiane Roßbach

    Kritiken

    Cinema 04/1998: Jan Josef Liefers heult mit den Wölfen, Marie Bäumer bangt um ihr Leben: Der deutsche Werwolf-Grusler von Peter Fratzscher ist bis auf den Schluß gar nicht übel.

    film-dienst 07/1998: Der Versuch eines deutschen Mystery-Thrillers mit Gruselefekten, der effektvoll die Regeln des Genres anwendet, ohne ins optisch Spekulative abzugleiten

    TV Today 11/1998: Größtenteils spannend und originell. Die Pointe aber kommt nicht sehr überraschend.