Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht

    Aus Film-Lexikon.de

    Ein kleiner Zwischenfall und seine Konsequenzen: Die Woche fängt nicht gut an für Helen. Erst wird die junge PR-Managerin gefeuert, dann verpaßt sie ihre U-Bahn, wird von einem Taschendieb verletzt und muß sich schließlich im Krankenhaus behandeln lassen. Just an diesem Morgen hält ihr Freund und Möchtegern-Literat Gerry in der gemeinsamen Wohnung wieder einmal ein Schäferstündchen mit seiner Geliebten Lydia. Noch ahnt Helen nichts davon, stattdessen schuftet sie für den gemeinsamen Lebensunterhalt weiter. An den jungen Mann, dem sie am Tag ihrer Entlassung zufällig im Lift begegnet, kann sie sich nicht einmal erinnern ... Was wäre passiert, wenn Helen die U-Bahn noch erreicht hätte? Spulen wir zurück: Helen erwischt ganz knapp die U-Bahn und so ihren Freund im Bett mit einer anderen. Sie freunde sich mit James an, dem sie zuvor beim Verlassen des Büros im Aufzug flüchtig begegnete. Ausgerechnet aus Schmerz und Wut scheinen Glück und Erfolg zu erwachsen. Doch auch James hütet ein Geheimnis, umd am Ende glaubt sich Helen von ihm genauso betrogen wie von Gerry ... Obwohl Helen in dieser Version mit denselben Menschen zu tun hat wie in der ersten, ergeben sich durch eben jenen kleinen Zwischenfall alternative Lebensentwürfe mit drastischen Konsequenzen für alle Beteiligten, so daß erneut die Frage in der Luft steht, inwiefern tatsächlich nichts als Zufall unser Glück oder Unglück bestimmt ...



    Filmstab

    Regie Peter Howitt
    Drehbuch Peter Howitt
    Kamera Remi Adefarasin
    Schnitt John Smith
    Musik David Hirschfelder
    Produktion Sydney Pollack, Philippa Braithwaite, William Horberg für Mirage Productions

    Darsteller

    Helen Gwyneth Paltrow
    James John Hannah
    Gerry John Lynch
    Lydia Jeanne Tripplehorn
    Anna Zara Turner
    Russell Douglas McFerran
    Clive Paul Brightwell
    Claudia Nina Young
    Mutter von James Virginia McKenna
    Paul Kevin McNally
    Taxifahrer Terry English
    Mann in der U-Bahn Paul Stacey
    Frecher Kerl Peter Howitt

    Kritiken

    film-dienst 23/1998: Der vorzüglich gespielte, kraftvoll und elegant inszenierte Film verschachtelt beide Varianten ineinander und gewinnt diesem souverän gehandhabten Spiel mit dem Prinzip Zufall einer Fülle an komische und grotesken Details ab. Dabei ist er in jedem Detail glaubhaft, sozial und psychologisch motiviert und erinnert an die schönsten Arbeiten der amerikanischen Screwball-Comedies.

    Cinema 11/1998: Gwyneth Paltrow bezaubert in einer doppelten Lover-Story.

    TV Movie 24/1998: Herzerfrischende Variationen mit Gefühl.