Shouf Shouf Habibi

    Aus Film-Lexikon.de

    11604 poster.jpg

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht Abdullah - genannt Ab. Der Zwanzigjährige hat zwar keine großen Perspektiven, dafür aber hochfliegende Träume. Ob als Büroangestellter oder Metzger, als Schauspieler oder Bankräuber, all seine Versuche, endlich den großen Coup zu landen, scheitern kläglich. Der letzte Ausweg scheint eine Rückbesinnung auf die marokkanischen Traditionen. Ab reist in die Heimat seiner Eltern und sucht sich, ganz nach dem Wunsch seines Vaters, eine marokkanische Braut ... Auch Abs Familienmitglieder suchen nach einem, nach ihrem Platz in der ihnen fremden Kultur.

    Die Eltern leben in ihrer eigenen, eher leidenschaftslosen Welt und finden schon aufgrund der Sprachbarriere keinen Zugang zur neuen Heimat. Und während Abs Brüder scheinbar ihren Platz in der Schnittmenge der Kulturen gefunden haben, rebelliert seine Schwester Leila zunehmend offener gegen die marokkanische Lebensweise. Shouf Shouf Habibi bietet also reichlich Zündstoff für temperamentvolle Auseinandersetzungen und dennoch gelingt es dem Film, seinen ungestümen Humor geschickt mit der Ernsthaftigkeit des Themas zu vereinen. Nach dem großen Erfolg in Holland ist bereits eine Fortsetzung von Shouf Shouf Habibi in Planung.



    Filmstab

    Regie Albert Heert
    Drehbuch Albert ter Heert, Mimoun Oaïssa
    Kamera Steve Walker
    Schnitt Sytse Kramer
    Musik Vincent van Warmerdam
    Produktion Frank Bak, Frank Bak, René Huybrechtse, Joram Willink

    Darsteller

    Ab Mimoun Oaïssa
    Sam Najib Amhali
    Leila Touriya Haoud
    Driss Illias Ojja
    Ali Salah Eddine Benmoussa
    Khadija Zohra Slimani Sebouba
    Mustafa 'Mussi' Mohammed Chaara
    Rachid Mimoun Ouled Radi
    Robbie Leo Alkemade
    Maja Tanja Jess
    Naima Mehdia Doui-Issi

    Kritiken

    film-dienst 24/2005: Eine äußerst pointierte, streckenweise furiose, politisch unkorrekte Sozialkomödie über Identitätsprobleme und Abschottung, die mit wohltuender Selbstironie die Wiedersprüche multikultureller Gesellschaften auf den Punkt bringt.

    Morgenpost, Tipp: Ein Film für alle, die den englischen Kinoerfolg "East is East" mochten.

    Sp!ts: Eine perfekte Balance zwischen Humor und Drama.