Shandurai und der Klavierspieler

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    In einer afrikanischen Diktatur muss Shandurai mit ansehen, wie ihr Ehemann, ein politisch aktiver Lehrer, von der Polizei verschleppt wird. Sie flieht nach Rom und beginnt dort, Medizin zu studieren. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich als Hausmädchen des zurückgezogen lebenden englischen Pianisten Jason Kinsky. Der Musiker hat einen prächtigen Palazzo in Rom geerbt und führt dort ein kreativ wie emotional erstarrtes Leben.

    Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Shandurai, eine selbstbewusste junge Frau, die afrikanische Popmusik liebt und sich den Unwägbarkeiten des Lebens stellt, und Kinsky, ein dandyhafter, verknöcherter Ästhet, der sich in seine eigene Welt zurückgezogen hat.

    Dennoch verliebt sich Kinsky in Shandurai und beginnt, sie mit Geschenken zu umwerben. Sie weist ihn immer wieder ab, stellt ihm aber schließlich eine Bedingung für ihre Liebe: Er solle alles tun, um ihren Mann aus dem Gefängnis zu befreien.

    Kinskys Antwort auf diese Herausforderung verändert beider Leben radikal ...



    Filmstab

    Regie Bernardo Bertolucci
    Drehbuch Clare Peploe, Bernardo Bertolucci
    Vorlage James Lasdun
    Kamera Fabio Cianchetti
    Schnitt Jacopo Quadri
    Produktion Massimo Cortesi

    Darsteller

    Shandurai Thandie Newton
    Jason Kinsky David Thewlis
    Agostino Claudio Santamaria
    Sänger John C. Ojwang
    Priester Cyril Nri

    Kritiken

    film-dienst 5/2005: Kammerspielartig entwickelte Geschichte einer unmöglichen Liebe, die die Unvereinbarkeit der beiden skizzierten Welten primär durch ihre jeweilige Musik zum Ausdruck bringen will. Damit aber beraubt sich der Film jeder Dynamik und verhindert eine nachempfindbare Emotionalität. Auch das kraftlose Regiekonzept untergräbt die Glaubwürdigkeit der ursprünglich als Fernsehproduktion konzipierten Arbeit.