Schwestern

    Aus Film-Lexikon.de

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    Eine Familiengeschichte. An einem flirrenden Sommertag treffen die Mitglieder der Familie Kerkhoff ausgerechnet in der Abgeschiedenheit eines Klosters nach Jahren wieder aufeinander. Eine Familienfeier der besonderen Art steht an. Kati, die jüngste Tochter, hat sich entschlossen, ihre Familie und ihr „normales“ Leben zu verlassen, um einem Orden beizutreten.

    Sie soll an diesem Sonntag feierlich eingekleidet werden. Das ist einfach unglaublich! Der Schock sitzt in der komplett weltlichen Familie tief und fordert ihre Mitglieder heraus, die eigenen Lebensentwürfe und Werte zu überprüfen. Warum um alles in der Welt hat Kati diese Entscheidung getroffen? Alle Versuche realistischer Erklärungen scheitern. Es muss etwas mit Kati geschehen sein, das keiner begreift.

    Angeführt von der ältesten Schwester Saskia, die mit Ende dreißig immer noch nicht weiß, wohin ihr schillerndes Leben eigentlich führen soll, eskaliert der Nachmittag im spätsommerlichen Klostergelände. Liegt es am Wein, an der Hitze oder dem hellen schwäbischen Barock? Plötzlich steht die Zeit still. Es passieren Dinge, die alle Beteiligten daran zweifeln lassen, dass ihr eigenes Leben die ganze Wirklichkeit umfasst.

    Für einen Moment bekommt jeder aus der Familie eine Ahnung davon, was Kati nicht erklären konnte.





    Filmstab

    Regie Anne Wild
    Drehbuch Anne Wild
    Kamera Ali Gözkaya
    Schnitt Dagmar Lichius
    Musik Balz Bachmann
    Produktion Stefan Raiser, Felix Zackor

    Darsteller

    Saskia Kerkhoff Maria Schrader
    Usch Kerkhoff Ursula Werner
    Onkel Rolle Jesper Christensen
    Dirk Kerkhoff Felix Knopp
    Doreen Kerkhoff Anna Blomeier
    Marie Kerkhoff Rita Stelling
    Kati Kerkhoff Marie Leuenberger
    Günther Kerkhoff Klaus Manchen

    Kritiken

    www.wolframhannemann.de: SCHWESTERN ist ein Vertreter typisch deutschen Arthaus-Kinos. Hier begegnen sich Künstlichkeiten und Absurditäten, wie etwa in Bienenkostüme gekleidete Menschen, die den Synchronflug üben. Au weia!

    www.kino-zeit.de: Harald Mühlbeyer: Wild hat ein sehr treffendes, sehr dynamisches Familienporträt skizziert, eine Art Kammerspiel auf der Sommerwiese.

    www.filmstarts.de: Lars-Christian Daniels: Anne Wilds Familiendrama „Schwestern“ kommt erst nach einem seicht-humorvollen Auftakt auf Touren, gipfelt dann aber in einem rührenden Finale, in dem Marie Leuenberger zu großer Form aufläuft.


    Wertungen

    4.5 Sterne
    2 Bewertungen
    Jahr/Land 2013 / Deutschland, Schweiz
    Genre Drama
    Film-Verleih Farbfilm
    Laufzeit 84 Minuten
    Kinostart 12. Dezember 2013