Schreibe mir - Postkarten nach Copacabana

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    Inmitten des bolivianischen Hochlandes, in dem kleinen Ort Copacabana, am Ufer des Titicacasees steht das Haus der Geranien. Dort wächst die 14-jährige Alfonsina zwischen bayerischer Blasmusik und Dirndl, bolivianischer Naturreligion und christlicher Autosegnung auf. Während Großmutter Elena die Liebe zu ihrem verstorbenen Mann Alois hütet, immer noch mit ihm spricht und von wunderbaren Erinnerungen zehrt, verliebt sich Rosa Hals über Kopf in den mysteriösen Geschäftsmann Felipe, dessen Ankunft in dem verschlafenen Örtchen nichts Gutes bedeutet. Alfonsina hat mit ihren eigenen Gefühlen zu kämpfen: Sie fühlt sich unverstanden und hat andauerndes Fernweh. Darüber helfen auch nicht die Postkarten hinweg, die sie an durchreisende Touristen verteilt: Die Karten, die sie aus der ganzen Welt bekommt, schüren ihre Sehnsucht nur noch stärker. Alfonsinas Begegnung mit dem Münchner Studenten Daniel, der Alfonsinas Großvater täuschend ähnlich sieht, verleiht ihr die nötigen Flügel um ihren Weg zu gehen. Copac´Ahuana (Der das Blaue hütet), der Schutzgott des Titicaca-Sees, hat Alois – und nun auch Alfonsina – durch das Wasser getragen.



    Filmstab

    Regie Thomas Kronthaler
    Drehbuch Stefanie Kremser
    Kamera Christof Oefelein
    Schnitt Melanie Werwie
    Musik Martin Unterberger
    Produktion Alena Rimbach, Herbert Rimbach

    Darsteller

    Alois (jung) Florian Brückner
    Alfonsina Júlia Hérnandez
    Daniel Friedrich Mücke
    Rosa Carla Ortiz
    Elena Agar Delos
    Alois (alt) Luis Bredow

    Kritiken

    movienetfilm.de: Die märchenhafte Story, die Poesie der wie gemalt wirkenden Bilder und eine feinfühlige Dramaturgie inszenieren einen zärtlich-phantastischen Film, der den Zuschauer vom ersten bis zum letzten Bild träumen lässt. Grossartiges Erzählkino.

    kino.de: Am Ende verlässt man trotz Trauer, Tod und so manch anderer Tragödie beschwingt, betört und verzaubert den Kinosaal und hofft, der Regisseur möge noch viele weitere kleine Meisterwerke folgen lassen.