Rollerball (2001)

    Aus Film-Lexikon.de

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    Rollerball, das ist mehr als ein Sport, es ist ein riesiges Spektakel und ein noch größeres Geschäft - brutal, schnell und beim Publikum der Renner. Überall auf der Welt füllen sich gigantische Arenen mit Fans, die den modernen Gladiatoren bei ihren gefährlichen Wettkämpfen huldigen. Die Stars unter den Spielern sind Jonathan Cross, Marcus Ridley und die aufreizende Aurora, die auf Rollerskates und Motorrädern alles riskieren, um ihre Gegner aus dem Feld zu schlagen. Doch die wahre Gefahr lauert am Rande der Spielbahn. Teambesitzer Petrovich setzt skrupellos das Leben seiner Stars aufs Spiel, um die Einschaltquoten in die Höhe zu treiben ...



    Filmstab

    Regie John McTiernan
    Drehbuch William Harrison, Larry Ferguson, John Pogue
    Kamera Steve Mason (II)
    Schnitt John Wright (II)
    Musik Eric Serra
    Produktion John McTiernan, Charles Roven, Beau St. Clair

    Darsteller

    Jonathan Cross Chris Klein
    Petrovich Jean Reno
    Marcus Ridley LL Cool J
    Aurora Rebecca Romijn
    Denekin Oleg Taktarov
    Sanjay Naveen Andrews
    Serokin David Hemblen
    Coach Olga Janet Wright
    Halloran Andrew Bryniarski
    Katya Kata Dobó

    Kritiken

    Cinema 2002-03: Caans Rolle übernimmt jetzt Chris Klein - der Mann, der engagiert wird, wenn man sich den echten Keanu Reeves nicht leisten kann. So zweitrangig wie der Hauptakteur ist auch die Ambition der Macher: Alle gesellschaftskritischen Ansätze wurden getilgt, das kapitalistische Spekatakel findet nun wider alle Logik in der ehemaligen UDSSR statt. Jean Reno ist als schurkischer Manager eine Schießbudenfigur, Rebecca Romijn-Stamos als Mieze des Helden gänzliche seelenlos. Nicht einmal die Actionsequenzen machen Spaß, sind die Rollerball-Schlachten doch stümperhafter gefilmt und geschnitten als manche Michael Dudikoff-Videopremiere.

    Kultur Spiegel 2002-03: Norman Jewison bemäntelte in seinem Original von 1975 das moderne Gladiatorenspekatkel noch mit kruder Gesellschaftskritik, John McTiernan beschränkt sich ganz auf einfältige Action. Wenigstens Jean Reno scheint seinen Spaß zu haben.

    film-dienst 2002-07: Remake eines kommerziell erfolgreichen Films aus dem Jahr 1975, das ebenso einfallslos wie schlampig inszeniert wurde. Ein Film ohne großen gedanklichen Aufwand, dafür mit Neigung zu dumpfer Gewaltverherrlichung und latent rassistischen Verzehrungen.